Schrank abbeizen
pc
[In Antwort auf #57525]
Ok Michael,
ich mach es genau: Ich mag Chemie beim Entlacken nicht. ;o)
Liebe Grüße
Pedder
Ok Michael,
ich mach es genau: Ich mag Chemie beim Entlacken nicht. ;o)
Liebe Grüße
Pedder
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Joachim M
Re: Schrank abbeizen
[In Antwort auf #57499]
Hallo Sarah
Ich würde den Schrank in ein Ablaugcenter geben. Ich habe vor einigen Jahren ein altes Haus gekauft und die Kassettentüren(weiß lackiert in mehreren Schichten)in Trier ablaugen lassen Das anschließende schleifen, grundieren und lacken war arbeit genug. Selber ablaugen und dann noch einen Schrank. Na ja.
Gruß Joachim
Hallo Sarah
Ich würde den Schrank in ein Ablaugcenter geben. Ich habe vor einigen Jahren ein altes Haus gekauft und die Kassettentüren(weiß lackiert in mehreren Schichten)in Trier ablaugen lassen Das anschließende schleifen, grundieren und lacken war arbeit genug. Selber ablaugen und dann noch einen Schrank. Na ja.
Gruß Joachim
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AlexF
Re: Schrank abbeizen
Hallo,
es gibt mittlerweile Ablaugerein,wo die Möbel nicht in ein Tauchbad kommen, sondern in einer Art Spülmaschine abgebeizt werden. ich habe so einen Schrank vom Lack entfernen lassen,hat mich zwar 100 Euro gekostet,aber das Ergebniss ist es wert. Da ich hinterher kaum noch nacharbeit hatte und der Lack zu 100% entfernt wurde
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Bernd Kraft
- Beiträge: 73
- Registriert: Di 15. Jan 2013, 22:42
Re: Schrank abbeizen
Hallo Holzwerker,
ich stehe jetzt vor der Frage, ob das in diesem thread genannte Vorgehen auch bei einem Schrank, der nicht aus Massivholz besteht, Erfolg haben kann. Wozu würdet Ihr mir raten?
Es geht um zwei Schränke, die meine Freundin in jugendlichem Verschönerungsüberschwang (na gut, es war vor 32 Jahren ...) mit blauer Farbe bedeckt hat. Nun fragen wir uns, ob die Schränke im hinteren Teil des Kellers bleiben müssen, oder ob ihr Erinnerungswert uns ein Aufarbeiten wert ist. Mir scheint, es ist außen alles furniert (kanpper Millimeter), und auf Türen und Schubladen sind ringsum Zierleisten angebracht.
Danke für Eure Äußerungen!
Bernd
Re: Schrank abbeizen
Hey,
ich hab' eine Frage zum Abbeizen mit Ätznatron. Ich möchte 8 Fensterläden entlacken. Heißluftföhn und Abbeizer per Pinsel und Spachtel habe ich probiert, dauert ewig...
Also eine Wanne, in die ich die Läden nacheinander einlege. Die sind mit 1-2 recht dünnen Schichten lackiert. Grobe Richtlinie, wie lange das Bad (bei welcher Konzentration??) durchhält? Reichen 25 kg Ätznatron?
Vielen Dank für erhellende Antwort
Kathrin
ich hab' eine Frage zum Abbeizen mit Ätznatron. Ich möchte 8 Fensterläden entlacken. Heißluftföhn und Abbeizer per Pinsel und Spachtel habe ich probiert, dauert ewig...
Also eine Wanne, in die ich die Läden nacheinander einlege. Die sind mit 1-2 recht dünnen Schichten lackiert. Grobe Richtlinie, wie lange das Bad (bei welcher Konzentration??) durchhält? Reichen 25 kg Ätznatron?
Vielen Dank für erhellende Antwort
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Idealist47
- Beiträge: 63
- Registriert: Di 15. Okt 2024, 20:01
- Wohnort: Cuxhavener Land
- Kontaktdaten:
Re: Schrank abbeizen
Moin moin Kathrin,
Nun vorerst um deine Frage zu beantworten, bei 50g auf 1 Liter Wasser geht es los. Max. 100g auf 1 Liter.
Es gibt dazu ein altes Sprichwort: gießt du Wasser auf Säure, passiert das Ungeheure!
Also immer erst die Menge Wasser in einem passenden Behälter und dann abgewogen vorsichtig mit Schutzbrille und
säurefeste Handschuhe und Schürze langsam Natriumhydroxid (Ätznatron) einrühren. Es fängt dann an zu dampfen und wird heiß!
Aber von meiner Seite aus kann ich das überhaupt nicht empfehlen. Zumal hier im Thread wenig über die Holzarten zu
lesen ist. Eiche und Kirsche, haben viel Gerbsäure die zu Verfärbungen neigen. Dann ist furniertes Blindholz problematisch,
verleimte Flächen mit Naturleime ( Glutin ) können sich lösen. Auch Verzug nach dem Trocknen ist nicht auszuschließen.
Man kann als Laie nie sicher sein, ob man genug im richtigen Verhältnis mit Essig neutralisiert hat. Diese ätzende Flüssigkeit
dringt ähnlich tief ins Holz ein. Viele Holzteile, die auch Jahre zuvor gelaugt wurden, fangen bei einer bestimmten Luftfeuchte
auf einmal an auszukristallisieren, und zerstören den Oberflächenaufbau.
Alternativen: wie schon hier beschrieben, Sumpfkalk und Schmierseife zu gleichen Teilen und zum weiteren Verdünnen etwas Wasser.
Nach dem Auftragen der cremeartigen Substanz mit Folie oder Wachs/Butterbrotpapier abdecken. Auch hier muss bei dieser Anwendung neutralisiert
werden.
Weitere Alternative: Ölfarben lassen sich ablösen mit Aceton und Salmiaklösung in handelsüblichen Kleister. Auftragen und gleich luftdicht!
abdecken. Die weichgewordenen Farben können vorsichtig mit einem Spachtel oder Schleiffließ abgenommen werden. Dann anschließend
mit Ethanol oder Spiritus mit Fließ nachwaschen.Diese Prozedur kann mehrmals nötig sein. Endreinigung nochmals mit weißen Lappen und Alkohol. Das funktioniert bei Hart-sowie Nadelhölzer sehr gut. Das ist eine " nasse Alternative "
trockene Möglichkeit: es gibt Profigeräte die Oberflächen abstrahlen können. Diese sind zwar für den Laien zu kostspielig, aber einige Restauratoren in der Denkmalpflege können vielleicht helfen die solche Apparate haben und strahlen die Objekte ab.
Des weiteren ist Heißluft oder abziehen mit verschiedenen Klingen sehr schonend für die Hölzer. Für mich war es oft der erste Versuch mechanisch zu entfernen. Auch immer bedacht, die alten Farbtöne zu erhalten ( Patina )
Ich schreibe hier aus langer praktischer Erfahrung.
Abschließend noch zu alten Oberflächen mit Namen " Bierfarben- Lasuren- Holzimitationen... die meisten dieser Farben lösen sich alleine mit Spiritus. Darunter ist eine Grundierung aus Leinöl verkocht namens Leinölfirnis. Die Schicht über dem Leinöl ist meist heller mit Pigment aufgetragen worden.
beste Grüße
Martin
Nun vorerst um deine Frage zu beantworten, bei 50g auf 1 Liter Wasser geht es los. Max. 100g auf 1 Liter.
Es gibt dazu ein altes Sprichwort: gießt du Wasser auf Säure, passiert das Ungeheure!
Also immer erst die Menge Wasser in einem passenden Behälter und dann abgewogen vorsichtig mit Schutzbrille und
säurefeste Handschuhe und Schürze langsam Natriumhydroxid (Ätznatron) einrühren. Es fängt dann an zu dampfen und wird heiß!
Aber von meiner Seite aus kann ich das überhaupt nicht empfehlen. Zumal hier im Thread wenig über die Holzarten zu
lesen ist. Eiche und Kirsche, haben viel Gerbsäure die zu Verfärbungen neigen. Dann ist furniertes Blindholz problematisch,
verleimte Flächen mit Naturleime ( Glutin ) können sich lösen. Auch Verzug nach dem Trocknen ist nicht auszuschließen.
Man kann als Laie nie sicher sein, ob man genug im richtigen Verhältnis mit Essig neutralisiert hat. Diese ätzende Flüssigkeit
dringt ähnlich tief ins Holz ein. Viele Holzteile, die auch Jahre zuvor gelaugt wurden, fangen bei einer bestimmten Luftfeuchte
auf einmal an auszukristallisieren, und zerstören den Oberflächenaufbau.
Alternativen: wie schon hier beschrieben, Sumpfkalk und Schmierseife zu gleichen Teilen und zum weiteren Verdünnen etwas Wasser.
Nach dem Auftragen der cremeartigen Substanz mit Folie oder Wachs/Butterbrotpapier abdecken. Auch hier muss bei dieser Anwendung neutralisiert
werden.
Weitere Alternative: Ölfarben lassen sich ablösen mit Aceton und Salmiaklösung in handelsüblichen Kleister. Auftragen und gleich luftdicht!
abdecken. Die weichgewordenen Farben können vorsichtig mit einem Spachtel oder Schleiffließ abgenommen werden. Dann anschließend
mit Ethanol oder Spiritus mit Fließ nachwaschen.Diese Prozedur kann mehrmals nötig sein. Endreinigung nochmals mit weißen Lappen und Alkohol. Das funktioniert bei Hart-sowie Nadelhölzer sehr gut. Das ist eine " nasse Alternative "
trockene Möglichkeit: es gibt Profigeräte die Oberflächen abstrahlen können. Diese sind zwar für den Laien zu kostspielig, aber einige Restauratoren in der Denkmalpflege können vielleicht helfen die solche Apparate haben und strahlen die Objekte ab.
Des weiteren ist Heißluft oder abziehen mit verschiedenen Klingen sehr schonend für die Hölzer. Für mich war es oft der erste Versuch mechanisch zu entfernen. Auch immer bedacht, die alten Farbtöne zu erhalten ( Patina )
Ich schreibe hier aus langer praktischer Erfahrung.
Abschließend noch zu alten Oberflächen mit Namen " Bierfarben- Lasuren- Holzimitationen... die meisten dieser Farben lösen sich alleine mit Spiritus. Darunter ist eine Grundierung aus Leinöl verkocht namens Leinölfirnis. Die Schicht über dem Leinöl ist meist heller mit Pigment aufgetragen worden.
beste Grüße
Martin
Re: Schrank abbeizen
Nochmal ich,
Entschuldigung, vergessen: In die Wanne müssen etwa 120 Liter Lauge weil ein Paar der Läden 2.20 m lang ist. Bekomme ich wohl die anderen 6 Fensterläden mit dem selben Laugenansatz abgebeizt oder erschöpft sich die Lauge schnell?
Entschuldigung, vergessen: In die Wanne müssen etwa 120 Liter Lauge weil ein Paar der Läden 2.20 m lang ist. Bekomme ich wohl die anderen 6 Fensterläden mit dem selben Laugenansatz abgebeizt oder erschöpft sich die Lauge schnell?
Re: Schrank abbeizen
Danke, Martin!
Bei gefühlten 584 Lamellen ist die mechanische Entlackung auch mit sehr viel Geduld eine echte Langstrecke. Deshalb meine zugegebenermaßen ruppige Laugentauch-Idee. Ich will von dem Zeug nur nicht mehr als unbedingt notwendig kaufen, deshalb meine Frage nach der Ergiebigkeit.
Bei gefühlten 584 Lamellen ist die mechanische Entlackung auch mit sehr viel Geduld eine echte Langstrecke. Deshalb meine zugegebenermaßen ruppige Laugentauch-Idee. Ich will von dem Zeug nur nicht mehr als unbedingt notwendig kaufen, deshalb meine Frage nach der Ergiebigkeit.
Re: Schrank abbeizen
Hallo Kathrin, bitte plan auch die Entsorgung mit ein.
Ich würde sowas zu einem professionellen Abbeizer geben.
liebe Grüße Pedder
Ich würde sowas zu einem professionellen Abbeizer geben.
liebe Grüße Pedder
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walter.mittwoch
- Beiträge: 53
- Registriert: Sa 3. Aug 2024, 22:31
Re: Schrank abbeizen
Da kann ich nur zustimmen - ich habe so etwas vor vielen Jahren einmal gemacht - und nur ein kleines Detail vergessen: Nämlich bei den langen Gummi-Handschuhen keine Stulpe gemacht. Als ich dann einmal die Hand nach oben gehoben habe, ist mir an den Gummihandschuhen entlang die Soße auf den Unterarm gelaufen und hat mir die Haut verätzt.
Hat nicht gut ausgesehen, und hat lange gedauert, bis das wieder verheilt ist.
Seitdem lasse ich solche Aktionen lieber.
Schöne Grüße
Walter