Konstruktiver Holzschutz bei einer Gartenbank

Das ganze Thema rund um die Holzbearbeitung wird hier diskutiert. Die Grenzen sind hier deutlich weiter gezogen als im Handwerkzeugforum. Wenn Du nicht sicher bist, wo Dein Beitrag hingehört, ist er wahrscheinlich hier am besten aufgehoben.
Andreas S.
Beiträge: 279
Registriert: So 1. Feb 2015, 15:46

Re: Entwurf Gartenanlage / Stege ode durchgestemmt

Beitrag von Andreas S. »


Moin Andreas,

wow - herzlichen Dank. Das hilft enorm.
Das mit den Bohrungen in dem Schlitz für den/die Keile hatte ich schon mal irgendwo gelesen, aber wieder vergessen.
Deine präzise Schilderung mit Bohrung in 2/3 der Tiefe sind daher im wahrsten Wortsinn erleuchtend.
Danke!
Deine Hinweise zu den Voraussetzungen bei der Konstruktion der Seitenteile muss ich mir aber nochmals in Ruhe anschauen, wenn letztlich klar ist, wie ich die Verbindung mache.

Japanischen Gartenbänkn muss ich dann wohl auch noch anschauen.
Mir ist nicht ganz klar, warum ein ruhig in die Mitte gesetzter Steg mit durchgestemmtem und verkeilten Zapfen nicht gut aussehen soll.
Ok, Madame kann nicht mehr so viel drunter stellen - aber ....

Ich geh' jetzt noch ein bißchen Fitness betreiben und die zweite Bohle auftrennen.

Danke nochmals für die Tipps.

HG Andreas

Heinz Kremers
Beiträge: 2690
Registriert: Mi 12. Aug 2015, 19:10

Re: Entwurf Gartenbank - Zarge / Schwinge oder ...

Beitrag von Heinz Kremers »

[In Antwort auf #92961]
Hallo Andreas,

ja, das hast Du so richtig verstanden. Etwas anderes gefällt mir an Deiner Zeichnung aber nicht: Die nach oben offenen Schwalben. Das sind dann richtige Wassernester, egal, wie gut das nachher behandelt wird.

Gruß
Heinz

Alfter hat bisher keine Unwetter erlebt.

Andreas S.
Beiträge: 279
Registriert: So 1. Feb 2015, 15:46

Re: Entwurf Gartenbank - Zarge / Schwinge oder ...

Beitrag von Andreas S. »


Moin Heinz,
sei bedankt für den Hinweis mit den Schwalbenschwänzen.
Da die Bank überdacht steht und unter Windstärke 12 keinen Regen abbekommen wird, hoffe ich, das diese Lösung geht.
Mal sehen.

HG ins Vorgebirge
Andreas

Andreas S.
Beiträge: 279
Registriert: So 1. Feb 2015, 15:46

Bohlen abgerichtet - und weitere Fragen *MIT BILD*

Beitrag von Andreas S. »

[In Antwort auf #92959]
Moin zusammen,

nach zwei schweißtreibenden Abenden bin ich schon ein gutes Stück weiter - und wieder was gelernt.

Vor einigen Tagen hatte ich die in der Mitte ohnehin gerissenen Bohlen auf meiner Mini-FKS aufgetrennt und besäumt.
Das ging sehr gut - dann aber festgestellt, dass die Referenzfläche noch nicht so fürchterlich gerade war.

Also nochmals hauchdünn mit der Führungsschiene und der Handkreissäge drüber - schon deutlich besser.
Die einzelnen Bohlen dann per Hand abgerichtet - das ist schon ordentlich Arbeit.


Jetzt habe ich 4 Bohlen zu je etwa 17 cm Breite, die zumindest schon mal winklig zur Referenzfläche sind.
Aber zum Teil leider weitere Risse aufweisen.


Nun meine Fragen:
Sollten die Bohlen von aktuell etwa 17 cm Breite nochmals aufgetrennt und neu gefügt werden?
Die Bank - und damit auch die Seiten wird voraussichtlich 35 - 40 cm tief.
Zumindest die Seiten würde ich aus 3 Streifen neu zusammenleimen.
Und gibt es Tipps zum Leim? Ich nehme an D4-Leim, oder?

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung

Grüße aus dem Norden

Andreas



Andreas Ranogajec
Beiträge: 582
Registriert: Do 16. Sep 2021, 02:04

Re: Bohlen abgerichtet - und weitere Fragen

Beitrag von Andreas Ranogajec »


Hallo Andreas,...
ich würde zuallererst die Bank in ihrem Aussehen zeichnen und mir die Endmaße aufschreiben.
Mit einer Stückliste der Holzteile läßt sich dann eine Verleimung (D4, wasserfest) besser "koordinieren".
Während du z.B. die Längenmaße einhalten solltest, kann du gegebenenfalls in den Breiten nachträglich kleine
Veränderungen vornehmen, denn bei der Holzstärke kann es dir passieren, dass du die Leimflächen (beidseitig
mit Leim bestreichen!) nachhobeln mußt,...Überleg dir, ob du dübelst oder Schiffchen einbaust, damit du mehr
Stabilität im Leimholz hast. Leg auch die Endstärke deiner Holzteile fest,...und versuch maßgenau zu arbeiten...

Viel Erfolg


Andreas S.
Beiträge: 279
Registriert: So 1. Feb 2015, 15:46

Tipp für D4-Leim erbeten

Beitrag von Andreas S. »


Moin Andreas,

herzlichen Dank nochmals für die Tipps.
Inzwischen habe ich mich hier, auf dem anderen Forum und bei Holzwerken durch diverse Beiträge gewühlt.
Vielleicht sehe ich ja vor lauter Bäumen den Wald nicht, aber hast Du eventuell mal einen Tipp für einen D4-Leim.

Dank Dir.

HG Andreas, der heute hoffentlich endlich weiterkommt mit seiner Bank

Andreas Ranogajec
Beiträge: 582
Registriert: Do 16. Sep 2021, 02:04

Re:Alle wasserfesten Leime,... *NM - Ohne Text*

Beitrag von Andreas Ranogajec »

Andreas Winkler
Beiträge: 1117
Registriert: Di 30. Nov 2021, 19:21

Re: Bohlen abgerichtet - und weitere Fragen

Beitrag von Andreas Winkler »

[In Antwort auf #92990]
Hallo Andreas,

schöne Arbeit.
Und noch viel schöner, wenn Du Freude daran hast!!

17 cm Holzbreite sind breit, die werden im Jahresverlauf nicht eben bleiben.
Aber was würde Dich daran stören?

Dreimal 17 cm werden erst recht nicht eben bleiben. Holz ist aber auch kein Kunststoff und auch kein Metall.
Damit muß man m.E. leben können.
Verleimregeln beachten, das ist das, was Du machen kannst.

Zum Leim - D4-Leim wäre Königsdisziplin, aber mach' Dir da bei Deinem Einsatzzweck keine Gedanken, normaler wasserfester D3-Leim aus der Tube wird genügen.

Viel Freude weiterhin!

Gruß, Andreas

Benutzeravatar
Uwe.Adler
Beiträge: 1178
Registriert: So 27. Dez 2020, 22:52

Re: Tipp für D4-Leim erbeten

Beitrag von Uwe.Adler »

[In Antwort auf #93008]
Hallo Andreas,

habe gerade Deinen Beitrag gelesen, dass Du D4 Leime suchst: Als Tipp: Bindulin D 4 Leim. Da kannst Du auch 2K Leime nachlesen. Diese sollten nur mit ausreichender PSA und Handhabungskenntnis verwendet werden und haben nur eine kurze einmalige Anwendungszeit (nicht offene Zeit) als D 4 Leim. Vielleicht hilft der konkrete Hinweis.

Herzliche Grüße

Uwe

Konrad Holzkopp
Beiträge: 1657
Registriert: Do 2. Nov 2017, 12:23

Re: Tipp für D4-Leim erbeten

Beitrag von Konrad Holzkopp »


Moin,

sorry Uwe,
aber ich halte den Bindulin für zu schwierig in der Anwendung,
auch die kurze Topfzeit ist kaum hobbytauglich. Sehr teuer ist er auch noch.

Sehr viele D3 Leime können mittels Härter auf D4 Qualität gebracht werden.
so hat man einen gute Allzweckleim und bei besonderen Anwendungen ohne
großen Aufwand eine Erweiterung der Anwendungen.

Einkomponentige PU-Leime wären noch zu nennen, meistens besser als D4 und wesentlich
wärmefester als Weißleime.

Cut Holz! Justus.

Antworten