Sägenbau Tipps und Ratschläge

Hier werden Holzprojekte diskutiert, die vorwiegend mit Handwerkzeugen und nicht mit Maschinen realisiert werden. Hier ist auch ein Platz für traditionelle Oberflächenbehandlung von Holz. Ebenso geht es hier um klassische Handwerkzeuge zur Holzbearbeiteng, deren Bedeutung, Pflege und Gebrauch.
Pedder
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von Pedder »

kevin22 hat geschrieben: Fr 30. Sep 2022, 23:20 Ist das Absicht, dass du den Link zu der 25mm Schraube gepostet hast oder war das ein Beispiel?

Ich muss mal umgucken, was ich so für Holz kriege. Ich hätte Apfel genommen, sind aber noch nicht ganz trocken. Die Liogiers sind toll, kann aber noch nicht gerechfertigen, warum ich sie jetzt kaufen soll :D
Hallo Kev,

ja, das war Absicht. EIn Griff sollte zwischen 22 und 25mm liegen.
Man neigt dazu am Anfang dickere Griffe zu machen,
aber den Evolutionsschritt kann man sich auch sparen.

Wenn man sich alle Werkzeuge kauft, die zum Sägenbauen perfekt sind,
und sie sonst nicht braucht, kann man sich dafür auch einen Satz
sehr hochwertige Sägen kaufen.

Liebe Grüße
Pedder
kevin22
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von kevin22 »

Pedder hat geschrieben: Sa 1. Okt 2022, 08:56
kevin22 hat geschrieben: Fr 30. Sep 2022, 23:20 Ist das Absicht, dass du den Link zu der 25mm Schraube gepostet hast oder war das ein Beispiel?

Ich muss mal umgucken, was ich so für Holz kriege. Ich hätte Apfel genommen, sind aber noch nicht ganz trocken. Die Liogiers sind toll, kann aber noch nicht gerechfertigen, warum ich sie jetzt kaufen soll :D
Hallo Kev,

ja, das war Absicht. EIn Griff sollte zwischen 22 und 25mm liegen.
Man neigt dazu am Anfang dickere Griffe zu machen,
aber den Evolutionsschritt kann man sich auch sparen.

Wenn man sich alle Werkzeuge kauft, die zum Sägenbauen perfekt sind,
und sie sonst nicht braucht, kann man sich dafür auch einen Satz
sehr hochwertige Sägen kaufen.

Liebe Grüße
Pedder
Hallo Pedder,

alles klar. Dann bestelle ich mal gleich welche.

Ja das stimmt. Wäre eine Überlegung wert, falls ich eine 3. oder 4. baue.

Gruß
Kevin
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tobikop
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge / Blatt in Rücken einkleben?

Beitrag von tobikop »

Hallo zusammen,

ich hoffe es ist in Orndnung, wenn ich mich jetzt mal an Kevins Thread hänge...
Inspiriert durch deinen Post Kevin, hab ich endlich meinen Sägenbausatz aus dem Schrank geholt, der dort schon seit ewigen Zeiten schlummert. Den Griff hatte ich schon lange grob ausgesägt und heute fertig gemacht, die Teile sind soweit vorbereitet.

Jetzt eine Frage an die erfahrenen Sägenbauer:

Sollte das Sägeblatt in den Messingrücken eingklebt werden? Oder ist es besser dies nur über Reibung / Klemmung zu machen?
Irgendwo hab ich mal gesehen, dass die Sägen traditionell nur geklemmt sind/waren, was ein Richten des Säeglatts ermöglicht (Säge umgedreht auf den Rücken auf die Werkbank klopfen).
Allerdings frage ich mich, ob es bei einem massiven geschlitzten Messingrücken überhaubt möglich ist, diesen im Schraubstock ausreichend zusammenzudrücken. Mario, du hast das Blatt auch eingeklebt, hat sich das bewährt? Wenn es natürlich einmal perfekt sitzt, sollte es ja auch so bleiben. Wie machst du das Pedder?

Danke für diesbezügliche Tipps...dann kommen sie bald zueinander die Teile.

Schöne Grüße
Tobi
Pedder
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge / Blatt in Rücken einkleben?

Beitrag von Pedder »

tobikop hat geschrieben: So 2. Okt 2022, 21:00
Sollte das Sägeblatt in den Messingrücken eingklebt werden? Oder ist es besser dies nur über Reibung / Klemmung zu machen?
Hallo Tobi,

ich nehme an, Du hast auch einen Bausatz von Blackburn tools? Die sind dafür gebaut, geklebt zu werden.
Friedrich hat mir vor Jahren beigebracht ein Anaerober Kleber. Schraubensicherung ist der Handdelsbegriff.
Ich habe lange Loctite 270 benutzt. AKtuell Weicon AN 302-42. Der zieht nicht ganz so schnell an.

Gefaltete Rücken funktionieren anders. die Klemmen das Blatt und da nimmt man besser keinen Kleber.
Bad Axe Rücken sind da wirklich krass und klemmen sehr stark. Er wirbt damit, dass seine Rücken reparabel seien.

Das Gegenargument scheint mir zu sein, dass geklebte Rücken nicht repariert werden müssen und, falls das Blatt ausgetauscht werden muss, das auch geht. Mit Wärme ca. 180°C.


Liebe Grüße
Pedder
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tobikop
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge / Blatt in Rücken einkleben?

Beitrag von tobikop »

ich nehme an, Du hast auch einen Bausatz von Blackburn tools? Die sind dafür gebaut, geklebt zu werden.
Friedrich hat mir vor Jahren beigebracht ein Anaerober Kleber. Schraubensicherung ist der Handdelsbegriff.
Ich habe lange Loctite 270 benutzt. AKtuell Weicon AN 302-42. Der zieht nicht ganz so schnell an.

Gefaltete Rücken funktionieren anders. die Klemmen das Blatt und da nimmt man besser keinen Kleber.
Das Gegenargument scheint mir zu sein, dass geklebte Rücken nicht repariert werden müssen und, falls das Blatt ausgetauscht werden muss, das auch geht. Mit Wärme ca. 180°C.
Danke Pedder,

ja sind Blackburn Teile (Rücken, Blatt, Schrauben) von feinewerkzeuge.
Danke für die genaue Erklärung. Dann werd ich das genau so machen! Schraubensicherung habe ich in zwei Varianten da...

Schöne Grüße

Tobi
Sebastian51
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von Sebastian51 »

Mit normalen Metallbohrern kommt man nur sehr schwer durch Sägeblattstahl. Ich meine, dass man einen Karbidbohrer oder ähnliches braucht.

@Pedder Danke für den Tip mit den Buchschrauben.

Viele Grüße

Sebastian
Pedder
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von Pedder »

Ich habe aktuell Bosch CYL-9 Multi contruction. In 5mm, das Loch weite ich dann mit der Kettensägenfeile auf.

Liebe Grüße
Pedder
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tobikop
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von tobikop »

Ich habe mir mal nach langem Suchen folgende hartmetallbestückte Bohrer besorgt:
Hartmetallbohrer HM Bohrer Din 8037
Gibts auch in Zehntel-Abstufungen und kosten nicht die Welt, vielleicht eine Alternative zum auffeilen.
https://www.werkzeuge-bohrer.de/hartmet ... -8037.html

Schöne Grüße

Tobi
Pedder
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von Pedder »

Hallo Tobi,

das Auffeilen ist eher ein Tick von mir.
Ansonsten habe ich das Problem, dass ich die Bohrung nicht richtig unterstützen kann,
weil ich erst das Blatt einklebe und dann bohre. Das zerstört die Bohrer relativ schnell,
weil sie in dem dünnen Blech so stark beansprucht werden.
Bei Kosten von 1,67 EUR pro Bohrer ist der Schaden aber so gering,
dass ich mich dann doch wieder nicht dran setze, um einen verünftige Vorrichtung zu bauen,
dass der Bohrer unter dem Blatt unterstützt wird.

Liebe Grüße
Pedder
Pedder
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Re: Sägenbau Tipps und Ratschläge

Beitrag von Pedder »

Einen Ratschlag habe ich noch.

mach 2.

Es ist wirklich sinnvoll, einen Arbeitsschritt erst mal auszuprobieren, bevor man ans eigentliche Werkstück geht.
Ich habe zuletzt zwei Fuchsschwänze gebaut. Hatte ich lange nicht. Ich habe also die Rohlinge gedoppelt.
Weil das der Schritt ist, zu dem ich die Werkstatt immer etwas ummbauen muss.
Und als der erste Rohling versemmelt war, habe ich an dem alle Schritte probiert, bevor ich an die endgültigen Griffe gegangen bin.

Total sinnvoll. Ich hätte mir viel Ärger sparen können, wenn mir das jemand rechtzeitig gesagt hätte.
Wenn du den 25. Arbeitsschritt an einem Werkstück versemmelst, musst Du die vorangegangenen 24 nochmal machen,
ohne Dich vorher drauf zu konzentrieren.

OK, man muss nicht wirklich eine zweiten Griff anfangen. Aber es ist total sinnvoll, erst mal in einem Abfallstück zu bohren, sägen usw.

Liebe Grüße
Pedder


Achso. EIn Bild.
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