Schärfen auf europäisch?

Hier werden Holzprojekte diskutiert, die vorwiegend mit Handwerkzeugen und nicht mit Maschinen realisiert werden. Hier ist auch ein Platz für traditionelle Oberflächenbehandlung von Holz. Ebenso geht es hier um klassische Handwerkzeuge zur Holzbearbeiteng, deren Bedeutung, Pflege und Gebrauch.
Gerd Fritsche
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Preise für grosse Steine aus USA

Beitrag von Gerd Fritsche »

[In Antwort auf #139138]
Hallo Markus,
ich habe gerade eine Preisliste über die grossen Steine gefunden.
http://www.danswhetstone.com/current_specials.htm
Viele Grüsse
Gerd.

Axel S
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Bekomme ihn nicht plan

Beitrag von Axel S »


Hallo,
ich würde meine auch gerne mehr verwenden ...
Nur ich bekomme ihn nicht plan ...
Der ist so hart da habe ich keine Chance - vielleicht
hat jemand von euch einen Tip für mich.

MbG
Axel

Gerd Fritsche
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Re: Bekomme ihn nicht plan

Beitrag von Gerd Fritsche »


Hallo Axel,
es geht mit einer Diamantplatte oder bei einem Fliesenleger der auch Naturplatten schleift.
Gruss
Gerd

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Uwe.Adler
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Link zur Bearbeitungbeschreibung

Beitrag von Uwe.Adler »


Hallo Axel,

ich hatte das gleiche Problem. Viel Zeit und Schärfmittel musste eingesetzt werden, dann hat es geklappt.

Hier habe ich meine Arbeit beschrieben: http://holzpassion.blogspot.de/2014/02/arkansasschleifstein.html

Herzliche Grüße

Uwe

Axel S
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Registriert: Mi 3. Apr 2013, 12:58

Mut gemacht ...

Beitrag von Axel S »


Lieber Uwe, lieber Gerd!

Ihr habt mir wieder etwas Mut gemacht. Demnächst
guck ich mal wie viel ihm fehlt und entscheide dann
wann ich mich ihm widme ...

MbG
Axel

Friedrich Kollenrott
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Arkansas ausprobiert.

Beitrag von Friedrich Kollenrott »

[In Antwort auf #139140]
Heute bekam ich einen kleinen Arkansas- Abziehstein. Ist vom gleichen Hersteller, der (s. Hinweise weiter oben) auch große anbietet, und ist die für allerfeinstes Abziehen gedachte Qualität. (translucent).

Den habe ich gleich ausprobiert, und zwar mit Wasser (Öl kommt mir nicht an den Schärfplatz, ein neuer Stein muss sich da integrieren lassen).

Ergebnis: Der Stein ist sehr, sehr hart, wirkt beim Abziehen einer Spiegelseite und einer Mikrofase (an einem schmalen Stecheisen) mit Wasser kratzig. Etwas kratzig sehen auch die abgezogenen Flächen aus. Überhaupt kein Vergleich mit meinem 8000er Naniwa! Einziger Vorteil des Arkansas: Da besteht beim Abziehen der Mikrofase überhaupt keine Gefahr, in den Stein zu schneiden, auch bei ganz schmalen Eisen nicht.

Schlussfolgerung: Das war nix. Aber nun hat die liebe Seele Ruh.

Aber um das nochmal ganz deutlich zu betonen: Es ging mir um den Gebrauch mit Wasser. Es kann sein, dass der Stein mit Öl wunderbar arbeitet.

Friedrich


Fabi
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Re: Schärfen auf europäisch? Wästikivi - Finnland

Beitrag von Fabi »

Moin zusammen,

schon fast zehn Jahre alt das Thema und doch noch aktuell :-)

Hat jemand von Euch mit dem Wästikivi aus Finnland Erfahrung?
Ist er für Holzwerkzeuge zu gebrauchen und nicht all zu langsam?
Wie lässt er sich abrichten?
Es gibt (zumindest in Verbindung mit Holzwerkzeug wirklich wenig im Netz!)

Mein 1000er Stein ist inzwischenziemlich dünn...
Ich bin mit meinen japanischen (Kunst)-Steinen sehr zufrieden, aber ein Stein der von grad um die Ecke kommt, da gerate ich in Versuchung.
Doch bevor ich ihn mir kaufe um nach ein paar Wochen doch wieder einen alt bewährten Japaner zu bestellen dachte ich, ich frag einfach erst mal neugierig in die Runde.

Sodenn, verschneite Grüsse von hier,
Fabien
Friedrich Kollenrott
Beiträge: 3188
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Re: Schärfen auf europäisch?

Beitrag von Friedrich Kollenrott »

Hallo,
ich habe ja Vieles ausprobiert. Und ich habe auch einen "Thüringer Wasserstein". Ein schwarzer, nicht sehr feiner, ziemlich kratziger Stein, neigt zur Bildung von Riefen (im Stein selbst). Meine künstlichen japanischen Steine sind eindeutig besser (welche, das kann man in meiner Schärfanleitung nachlesen).
Der einzige Natur- Abziehstein, den ich als gleichwertig zu meinen Japansteinen erlebt habe, ist ein gelber Belgischer Brocken, aber meiner ist viel zu klein, um ihn ernsthaft zu benutzen. Wie gut der in größeren Abmessungen erhältliche Blaue Belgische Brocken ist, weiss ich nicht.
Noch zum "Overkill":_Natürlich soll man nicht zu viel Aufwand mit dem Schärfen treiben. Ich schärfe sehr gut in wirklich kurzer Zeit und mit sehr überschaubarem apparativem Aufwand, das geht durchaus wenn man es kann. Aber dass "früher die Eisen genau so scharf waren", glaube ich so pauschal nicht. Ein buckliger Sandstein ist dazu nicht geeignet, die üblichen Belgischen Brocken waren recht klein und sicher nicht plan, und der Zeitdruck war hoch. Ich schärfe meien Eisen so, dass es ein Genuss ist, damit zu arbeiten. Für sowas hatten die alten Tischler keine Zeit.

Grüße, Friedrich
Bob
Beiträge: 36
Registriert: Mi 2. Jan 2019, 10:29

Re: Schärfen auf europäisch?

Beitrag von Bob »

Hallo Fabien,
bei Dictum schreiben sie: "Die Hauptkomponenten des schleifenden Phyllits sind Quarz, Feldspat und Glimmer." Das klingt für mich eher nach Polieren als nach zügigem Abtrag, eher nicht so spannend.
Die Wahl der Schärfmittel und -verfahren ist Geschmacksache und auch vom jeweiligen Anwendungsfall abhängig. Ich mag z.B. keine Steine die ich erst in Wasser einlegen muss. "Draufspucken und los" passt zu meiner Arbeitsweise. Unter den Natursteinen habe ich einen Belgischen Brocken mittlerer Größe, der mit gut gefällt. Ich habe vor einer Weile einen richtig großen geschenkt bekommen, den ich aber noch abrichten muss. Gerne benutze ich einen künstlichen Norton India Aluminiumoxyd-Stein, dann den Belgischen Brocken oder ein Stück Aktentaschenleder mit Polierpaste. Das geht natürlich nicht für Spiegelseiten von Stemmeisen oder Hobeleisen wegen der verrundenden Wirkung.

Was ich mich immer frage: Am Strand finde ich unterschiedlichste Steine - ob da auch welche drunter sind mit Potential als Schärfwerkzeug?

Viele Grüße,

Bob
Friedrich Kollenrott
Beiträge: 3188
Registriert: Fr 19. Mär 2021, 17:09

Re: Schärfen auf europäisch?

Beitrag von Friedrich Kollenrott »

Hallo Bob,

Am Strand finde ich unterschiedlichste Steine - ob da auch welche drunter sind mit Potential als Schärfwerkzeug?"
Eher nicht. Du musst Dir klar machen: Ein Schleifstein muss aus einzelnen Körnern bestehen, die irgendwie zusammengebacken (aber noch als getrennte Körner erkennbar) sind. Jedes Korn bildet eine kleine Schneide, und wenn es stumpf ist, bricht es aus der Bindung heraus und neue, scharfe Körner werden freigelegt. Das heisst, in Frage für einen natürlichen Schleifstein kommen vor allem Sedimentsteine wie Sandstein, Schiefer und Ähnliches, auch Sedimente vulkanischen Ursprungs (Belgischer Brocken).
Alle Steine, die durch Schmelzvorgänge entstanden sind (z.B. Granit), sind wenig oder gar nicht geeignet.
Die sind aber am Strand vorherrschend, glaube ich.

Grüße, Friedrich
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