Holzverbindungen für Außen

Das ganze Thema rund um die Holzbearbeitung wird hier diskutiert. Die Grenzen sind hier deutlich weiter gezogen als im Handwerkzeugforum. Wenn Du nicht sicher bist, wo Dein Beitrag hingehört, ist er wahrscheinlich hier am besten aufgehoben.
Antworten
Kai R.
Beiträge: 124
Registriert: Sa 3. Mär 2018, 22:09

Holzverbindungen für Außen

Beitrag von Kai R. »

Hallo Holzwerkerinnen und Holzwerker,

für den Bau eines überdachten Kleintieraußengeheges möchte ich mich an Elementen, wie man sie bei https://www.keeping-life.com findet orientieren. (Ich habe keinerlei sonstiger Verbindung zu der verlinkten Internetseite, verlinke hier nur zur Information).

Die Elemente sollen aus Lärche mit 44mm x 44mm Querschnitt gebaut werden; ein Elemente wird die Größe 1m x 2m haben.

Bei der Wahl der Eck- und Abzweigverbindungen bin ich unsicher, was dauerhaft gut hält. Schließlich handelt es sich um eine Anwendung im Freien. Trotz Überdachung werden Wind und Wetter wirken.

Als Werkzeuge stehen eine Oberfräse sowie der Horizontalfrästisch aus der Zeitschrift Holzwerken zur Verfügung. Darüber hinaus natürlich Handwerkszeuge, jedoch möchte ich in endlicher Zeit fertig werden, insofern ist eine leichte und rationelle Herstellung natürlich vorteilhaft.

Ich habe Folgendes überlegt:
  • Federverbindungen, wobei ich die Feder ebenfalls aus Lärchenholz z.B. mit B x H x L = 20mm x 15mm x 40mm machen würde. Es sind also nur Fräsungen mit L x B x T = 20mm x 15mm x 20mm erforderlich, für die eine Schablone + Oberfräse verwendet werden kann
  • Eckverbindungen mit Fingerzapfen. Finger der breite 8mm würde bedeuten, dass mittig einmal 8mm und außen jeweils 10mm weggefräst werden müssen (10mm + 8mm (Finger) + 8mm + 8mm (Finger) + 10mm = 44mm) bzw. beim anderen Teil symmetrisch zwei mal 8mm Schlitze gefräst werden müssen (10mm (Finger) + 8mm (Schlitz) + 8mm (Finger) + 8mm (Schlitz) + 10mm (Finger) = 44mm)
    Abzweigung wie ein Teil der Eckverbindung, jedoch die Finger nur 20mm - 25mm lang, entsprechend zwei Langlöcher ins Gegenstück. Herstellung der Fingerzapfenverbindungen auf dem Horizontalfrästisch, Langlöcher mit Oberfräse und Schablone
  • Eckblatt an den Ecken, Federverbindung für die Abzweigungen.
Siehe auch: https://baubeaver.de/holzverbindungen/

Welche Verbindungen würdet Ihr realisieren?
Welchen Leim/Kleber würdet Ihr verwenden?

Vielen Dank im Voraus für Eure Unterstützung und viele Grüße
Kai
Johannes M
Beiträge: 1520
Registriert: Di 21. Jul 2020, 09:09

Re: Holzverbindungen für Außen

Beitrag von Johannes M »

Hallo Kai,
damit das Ganze halbwegs dauerhaft ist, würde ich die waagerechten Hölzer dachförmig zu schneiden mit ca. 20-25°. Dies dient dazu, daß kein Wasser auf dem Holz stehen bleibt. Die senkrechten Rahmenhölzer dann entsprechen ausfräsen, so das eine passende V-förmige Fuge entsteht. Dann kann man die Ecken einfach von oben und unten mit einer langen A2 Holzschraube zusammen schrauben. Damit das sicher hält kann man in die senkrechten Rahmenhölzer, an der Innenseite mit einem Lärchenholz Dübel eine Querholzmutter herstellen. dann mit Kernduchmesser vorbohren und verbinden.

Es grüßt Johannes
Kai R.
Beiträge: 124
Registriert: Sa 3. Mär 2018, 22:09

Re: Holzverbindungen für Außen

Beitrag von Kai R. »

Hallo Johannes,

vielen Dank für den Hinweis, dass auf den waagrechten Hölzern kein Wasser stehen bleiben sollte.
Da es "geschlossene" Elemente mit senkrecht angeordneten Nut- und Federbrettern geben wird, kann auf der Innenseite mit quadratischem Querschnitt gearbeitet werden.
Bei Elementen mit innen liegendem Volierendraht ist das Thema natürlich gegeben. Hier werde ich allerdings eine nach außen geneigte Schräge herstellen, indem ich die quadratischen Hölzer an meiner kleinen Hobelmaschine entsprechend schräg abrichte.

Als Verbindung der waagrechten Hölzer möchte ich eine Schwalbenschwanzverbindung über die Breite der Hölzer machen. Dies wird an der Stirnseite der waagrechten Hölzer mit einem Gratfräser auf dem Horizontalfrästisch und mit demselben Fräser in der Oberfräse plus Schablone an den senkrechten Hölzern machbar sein.

Eine Gratung mit 75° und 1/3 der Holzstärke, wie sie an dem angegebenen Link vorgeschlagen wird, würde ich dann mit einem Gratfräser mit 14° und einer Schneidenlänge von 19mm für 14° und 15mm Nut bzw. Schwalbe umsetzen. Ich denke, dass eine formschlüssige Verbindung für die Außenanwendung vorteilhaft ist.

Für Kommentare und weitere Hinweise bin ich aber sehr dankbar.

Viele Grüße

Kai
Antworten