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Re: Festool Rotex
Antwort auf: Re: Festool Rotex ()

Hallo Detlef,

meine Entwicklung verlief genau so wie die von Bernhard, zuerst Schwingschleifer vom Paps ( Bosch gruen ) ueber Quadratkilometer von Holz gequaelt, dann gelesen, daß Schwingschleifer nicht gleich Schwingschleifer ist, es gibt unterschiedliche Schleifhuebe von so ca 1.5mm-ca 6mm. Also einen starken Makita mit großem Hub gekauft, zumal er erheblich billiger ist als der Festo. Spart enorm viel Zeit, wenn man an alten Moebeln den Lack runter haben will. Mit dem kleinen Bosch dauerte es unendlich lange, außerdem hatte er keine Moeglichkeit der Absaugung.

Mittlerweile bin ich schlauer: Alten Lack, entferne ich mit der Ziehklinge grob, beim anschließenden Schleifen ist man ist erheblich schneller und noch einmal einen Tick schneller, wenn man einen großhubigen Schwingschleifer, man nennt sie auch Rutscher, benutzt.

Etwas spaeter kam der Bandschleifer von Makita hinzu, als ich die ersten Bretter selbst verleimt hatte. Der Versatz, der sich trotz Verwendung von Oberfraese mit 4mmSchlitzfraeser und Lamellos gebildet hatte, ließ sich nur so wegschleifen. Außerdem mußte ich damals auswaerts Hobeln lassen, ach, wem erzaehle ich das, Toleranzen gibt es bei der besten Hobelmaschine immer.

Mittlerweile bin ich auch schlauer geworden, was Bandschleifer angeht, nach und nach kamen ein paar Hobel hinzu, so daß ich heute kaum noch Schleifen muß, außer bei alten Moegeln, aber da nur ungerne mit dem Band. Mit einem kleinen, selbstgefertigtem Halter aus Metall samt schoenem Holzklotz am anderen Ende dran kann ich den Bandschleifer "auf dem Kopf stehend" in die Hinterzange einspannen und habe somit eine kleine Stationaermaschine, und dafuer ist sie bestens geeignet.

Ueber die vielen Maschinen kam ich dann nach und nach zu den Handwerkzeugen und dann erst zu der Erkenntnis, daß ein gesundes Maß wichtig ist, der Zweck erfordert nun mal ein zweckmaeßiges Werkzeug.

Den alte Ro1E konnte ich in einer Schreinerei ausprobieren, Scliffbild super, der Preis hatte mich abgeschreckt, außerdem sah ich innerhalb kuerzester Zeit bei Haendlern defekte Maschinen mit kapitalen Motorschaeden ( zurueckzufuehren auf extensives Schleifen ohne "Kuehlung" ) An dieser Stelle mag sich mancher wundern, aber es ist einfach erklaert: Ohne Absaugung zu Schleifen, das machen viele Leute, das Papier setzt sich schneller zu, man erhoeht den Anpreßdruck , der Motor muß schwerer arbeiten, erwaermt sich noch mehr, wegen dem schlechteren momentanen Schleifresultat preßt man noch mehr,.....und irgendwann ist der Motor hinueber. Von daher ist es ein Muß, mit Absaugung zu schleifen, der Motor wird außerdem durch den Saugluftstrom gekuehlt, Anpreßdruck, Zusetzen und Staub werden irrelevant.

Ein Exenterschleifer hat noch den Vorteil, daß weniger bis gar keine Schleifkringel entstehen, weil die Kreise sich von selbst "zuziehen", kann man sich ungefaehr so wie eine Spiralfeder vorstellen.

Mein persoenliches Fazit: Rotations-Exenterschleifer ist ein Muß, man sollte in der Holzwerkerlaufbahn mit eben einer solchen Maschine beginnen und dann bei Bedarf Bandschleifer oder Rutscher hinzukaufen, aber aus Preisgruenden geht man den umgekehrten Weg, um dann am Ende den Rot-Ex zum Lieblingswerkzeug zu kueren.
Makita hat auch einen im Programm, und ich glaube, Wegoma.

Und eines vorneweg, mit Sicherheit haette ich mir bis heute keinen neuen Rotex gekauft, weil einfach zu teuer, der vom Flohmarkt war einfach nur ein einmaliges Schnaeppchen, dafuer nehme ich die Schimpferei gerne in Kauf:-))

Vielleicht liest Deine Frau mit und Du hast irgendwann einen Wunsch frei, ich wuensche es Dir ( und jedem anderen !)

Steff

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