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Re: Fußbodenaufbau für eine Holzwerkstatt

hallo Wilhelm,
grundsätzlich ist dein Fussbodenaufbau so machbar.

Nur : NIEMALS soll Holz direkt auf Beton aufliegen. Beton ist immer etwas feucht, auch wenn er trocken aussieht.
Also: Eine Sperrschicht einbringen zwischen Traglatten und Beton. Ich würde Fundament-Pappe nehmen, das sind ca 20 cm breite bituminierte Streifen. Gibts im Baumarkt.

Nächstes Problem : Aufsteigende Feuchtigkeit.Trotz Keller und Beton wird immer etwas Feuchtigkeit gasförmig aufsteigen. Eine durchgängige vollflächige Folie als Dampfsperre macht nur Sinn, wenn sie hinterlüftet ist, damit die Feuchtigkeit unschädlich entweichen kann. Eine einfache Lösung ist, die Feuchtigkeit nach oben durch den Fussboden entweichen zu lassen. Schadet dem Fussboden nicht. Du brauchst auch keine besonderen Vorrichtungen. Der gasförmige Wasserdampf diffundiert durch die Holzporen und die Fugen zwischen den Brettern.

Und das führt zur Wärmedämmung : Auf keinen Fall Steinwolle oder Glaswolle. Beide Stoffe neigen dazu, Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern. Das führt nicht sofort, aber später zu Problemen. Ein alter Zimmermann sagte mir einmal : Holz und Steinwolle vertragen sich nicht.
Mein Rat: mach eine Dämmschüttung aus Korkmehl. Das sind zermahlene Korkeichenrinden, die einen ganz ordentlichen Wärmedämmwert haben und keine Feuchtigkeit aufnehmen. Gibts im Internet. Du brauchst ja nicht viel, 50 m² x 0,05 m (die Höhe der Traglatten) ergibt 2,5 m³.

vie Erfolg !
reinhold

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