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Re: Der "ziehende Schnitt" - eine geometrische Ana

Das sehe ich anders, ist kein Fehler. Das mit dem flacheren wirksamen Winkel beim ziehenden Schnitt liest man immer wieder.

Oft hilft bei Betrachtungen ein Extrembeispiel: nehmen wir einen Winkel von der Seite betrachtet von 45 Grad, jetzt drehen wir den Winkel von uns weg (oder zu uns hin, ist egal). Kurz vor dem "Wegdrehwinkel" von 90 Grad sieht man den Winkel fast von vorn, sehr steil. Die Oberkante des Winkels nähert sich beim Drehen immer mehr dem senkrecht nach oben verlängertem Punkt seiner Unterkante. Bei 90 Grad ""Wegdrehwinkel" sieht man den 45 Grad Winkel jetzt mit 90 Grad.

Deshalb ist es für mich schon lange ein theoretisches Rätsel, warum ein schräg geführter Hobel oder ein schräg stehendes Messer besser schneidet - was wir praktisch aber alle wissen. . Ich hatte so für mich gedacht, bei Schrägstellung SÄGT das nie mikroskopisch absolut schartenfreie mehr. Und - war es in diesem Thema oder dem parallelen - hat jemand diese Sägefunktion angesprochen. Seitdem sehe ich das als Hauptursache für den
besseren ziehenden Schnitt.

Jeder Mensch weiß doch intuitiv und aus Erfahrung, dass ein bewegtes (Haushalts-)Meseer besser schneidet als ein "reingedrücktes" - wohl weil es SÄGT.
Rainer

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