Moin zusammen,
beim Hobeln von Holz für feinere Projekte bin ich bisher meist folgendermassen vorgegangen: fürs grobe benutze ich gebrauchte Messer, erst für die letzten mm kommen dann ganz frische, scharfe drauf, um besonders bei unregelmässigem Holz Ausrissen vor zu beugen.
Seit einiger Zeit passiert es mir immer wieder, dass dei Ausrisse bei den scharfen Messern viel grösser werden als vorher !?
Einige Male habe ich dann wieder auf gebrauchte Messer (nicht völlig stumpf, eher so im mittleren Schärfegrad) gewechselt und siehe da, die Ausrisse werden wieder kleiner !?
Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass - je schärfer die Klinge, desto kleiner der Ausriss.
...das verstehe ich jetzt nicht so ganz...
Hat jemand eine Idee oder einen Tip?
Zum besseren Verständniss:
Holz: meist Birke, Eberesche und gewöhnliche Traubenkirsche, es ist mir aber auch bei Kiefer passiert.
Die Maschine ist eine Hammer ADH mit Dreimesser Automatik Welle,
da sind Turmfalke HSS Messer drauf.
Die Maschine ist gesilbergleitet und die Vorschubwellen sind recht stramm eingestellt - weitere Vorkehrungen sind mir bisher keine eingefallen.
Bin gespannt, ob es mal wieder was neues zu lernen gibt. Bis dahin wünsch in einen gemütlichen Feierabend - Fabien
ADH - Ausrisse bei scharfen Messern
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Johannes M
- Beiträge: 1678
- Registriert: Di 21. Jul 2020, 09:09
Re: ADH - Ausrisse bei scharfen Messern
Hallo Fabi,
hast du mal kontrolliert, ob die frischen Messer wirklich scharf sind? Es können ja auch mal Fehler bei der Herstellung auftreten.
Es grüßt Johannes
hast du mal kontrolliert, ob die frischen Messer wirklich scharf sind? Es können ja auch mal Fehler bei der Herstellung auftreten.
Es grüßt Johannes
Re: ADH - Ausrisse bei scharfen Messern
Guten Abend,
bei HSS-Messern lohnt sich meist das Abziehen nach dem Schärfen - ein feiner DIA-Block oder ein feiner Schleifstein reicht da meiner Erfahrung nach aber aus. Das muss nicht so fein sein wie die Schneide bei Stemmeisen oder Putzhobelseisen.
Hast Du die Einstellung der Messer geprüft? Ich verwende da gerne eine Messuhr mit Stativ. Ggf. schneidet effektiv nur ein Messer mit entsprechenden Spandicken und Ausrissen.
Manche Maserungen profitieren eher von stumpferen Schneiden und bei einigen Hölzern versteht man gut, warum Breitbandschleifmaschinen auch nennenswert Material abtragen können (oder man schielt auf die Rotoles, die man aber Handwerker normalerweise nicht hat).
Was ich damit sagen will: Je nach Holz, Faserverlauf und Feuchte kann man an Stücke kommen, die einfach schlecht bearbeitbar sind.
Bei recht dünnen Werkstücken (wenige mm) könnte Flattern auftreten, aber das äußert sich eigentlich anders im Ergebnis. Vielleicht kannst Du ja noch ein paar Infos nachreichen, z.B. zur Werkstückdicke oder hast sogar Fotos von den Ausrissen.
Gruß
Max
bei HSS-Messern lohnt sich meist das Abziehen nach dem Schärfen - ein feiner DIA-Block oder ein feiner Schleifstein reicht da meiner Erfahrung nach aber aus. Das muss nicht so fein sein wie die Schneide bei Stemmeisen oder Putzhobelseisen.
Hast Du die Einstellung der Messer geprüft? Ich verwende da gerne eine Messuhr mit Stativ. Ggf. schneidet effektiv nur ein Messer mit entsprechenden Spandicken und Ausrissen.
Manche Maserungen profitieren eher von stumpferen Schneiden und bei einigen Hölzern versteht man gut, warum Breitbandschleifmaschinen auch nennenswert Material abtragen können (oder man schielt auf die Rotoles, die man aber Handwerker normalerweise nicht hat).
Was ich damit sagen will: Je nach Holz, Faserverlauf und Feuchte kann man an Stücke kommen, die einfach schlecht bearbeitbar sind.
Bei recht dünnen Werkstücken (wenige mm) könnte Flattern auftreten, aber das äußert sich eigentlich anders im Ergebnis. Vielleicht kannst Du ja noch ein paar Infos nachreichen, z.B. zur Werkstückdicke oder hast sogar Fotos von den Ausrissen.
Gruß
Max