Genauigkeit bei Veritas Hobeln

Hier werden Holzprojekte diskutiert, die vorwiegend mit Handwerkzeugen und nicht mit Maschinen realisiert werden. Hier ist auch ein Platz für traditionelle Oberflächenbehandlung von Holz. Ebenso geht es hier um klassische Handwerkzeuge zur Holzbearbeiteng, deren Bedeutung, Pflege und Gebrauch.
Tom B.
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Re: Genauigkeit bei Veritas Hobeln

Beitrag von Tom B. »

Schönen guten Abend,
mal vorneweg. Ich habe eben 3 meiner LN Hobel mit verschiedenen Haarliniealen "vermessen". Für mich als Nicht-Metaller war das, was ich da gesehen habe "plan". Die Hobelergebnisse, die ich mit diesen Hobeln erziele "reichen" mir. Meine Hobel von Gerd sind ebenfalls auf diesem Niveau.

Ob das jetzt -im technischen Sinne - "plan" ist, ist mir ehrlich gesagt egal.

Was mir aber nicht egal ist, welche Toleranz von Dir akzeptiert werden würde, damit Du von einer "planen Hobelsohle" ausgehen würdest? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt. Davon würde ich dann gerne zum einen unterscheiden, was Veritas in diesem Kontext zugesichert hat (ich kenne keine Fundstelle dazu) und zum anderen, wie sinnvoll eine absolut plane (gibt's sowas in "bezahlbar" überhaupt?) Hobelsohle bei der Arbeit überhaupt sein kann? Ich würde mir ein sehr unangenehmes Hobeln erwarten, weil die Reibung & Adhäsion (?) dann exorbitant hoch werden. Ich kann mich da aber irren - und lausche gespannt, den weiteren fundierten Ausführungen dazu.

Euch einen schönen Abend - wir sind nun in einer geselligen Runde bei Freunden :-)

Herzliche Grüße

Tom
Michael2024
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Re: Genauigkeit bei Veritas Hobeln

Beitrag von Michael2024 »

Pedder hat geschrieben: Sa 24. Feb 2024, 18:14 ich glaube Du hast falsche Vorstellungen von Löhnen in Kanada und dem, was ein Premiumpreis ist.
Pedder hat geschrieben: Sa 24. Feb 2024, 18:46 Bridge City wird seit einiger Zeit nicht mehr in den USA gefertigt, sondern in China.
OK, also so viel zum Zusammenhang zwischen Löhnen für Mitarbeiter und den Produkt- bzw. Premiumpreisen ;-)

Wir müssen uns hier aber nicht weiter mit Nebensächlichkeiten und Vermutungen beschäftigen. Das Thema soll ja auch mal beendet werden.

Es hat sich erledigt. Ich habe mittlerweile eine hilfreiche Information von jemandem aus dem Forum erhalten, der sich wohl wirklich mit der Materie auskennt. In jedem Forum findet sich zum Glück immer jemand, der wirklich zur Lösung eines Problems beiträgt. Vielen Dank an Alexander Sp.
Meine Antwort dazu steht weiter unten in diesem Thema.

Nochmals vielen Dank in die Runde
Michael
Zuletzt geändert von Michael2024 am Sa 24. Feb 2024, 20:52, insgesamt 6-mal geändert.
Michael2024
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Re: Genauigkeit bei Veritas Hobeln

Beitrag von Michael2024 »

Tom B. hat geschrieben: Sa 24. Feb 2024, 18:47 Was mir aber nicht egal ist, welche Toleranz von Dir akzeptiert werden würde, damit Du von einer "planen Hobelsohle" ausgehen würdest? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt. Davon würde ich dann gerne zum einen unterscheiden, was Veritas in diesem Kontext zugesichert hat (ich kenne keine Fundstelle dazu) und zum anderen, wie sinnvoll eine absolut plane (gibt's sowas in "bezahlbar" überhaupt?) Hobelsohle bei der Arbeit überhaupt sein kann? Ich würde mir ein sehr unangenehmes Hobeln erwarten, weil die Reibung & Adhäsion (?) dann exorbitant hoch werden. Ich kann mich da aber irren - und lausche gespannt, den weiteren fundierten Ausführungen dazu.
Vollkommen richtig, es gibt anscheinend sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Aber das Thema hat sich zumindest für mich mittlerweile erledigt. Die Infos dazu stehen weiter unten in diesem Thema.

Danke an alle, die sich mit dem Thema in diesem Beitrag beschäftigt haben
Michael
Zuletzt geändert von Michael2024 am Sa 24. Feb 2024, 20:45, insgesamt 1-mal geändert.
Michael2024
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Re: Genauigkeit bei Veritas Hobeln

Beitrag von Michael2024 »

Alexander Sp. hat geschrieben: Sa 24. Feb 2024, 17:50 Wenn man eines der Hobel auf eine Messplatte stellt, dann sind alles Ränder bzw. äußeren Flächen der Sohle perfekt Plan. Auch die Spitze des Hobelmauls, ist ziemlich auf der selben Höhe der äußeren Ränder. Dagegen ist die ganze Hobelsohle in Längsrichtung, wie auch in der Breite leicht konvex bzw. hohl. Es geht dabei um 5 hundertstel.
Das war der entscheidende Hinweis.

Ich habe meine Hobel aus Unwissenheit nur entlang der Mitte der Hobelsohle vermessen. Dort habe ich die leichte Wölbung festgestellt.
Nach dem Hinweis von Alexander Sp. habe ich noch mal alle Hobel nachgemessen. Und siehe da, es ist genau so wie er es beschreibt. Die Ränder sind für meine (wahrscheinlich ursprünglich zu pingeligen) Ansprüche annähernd plan, klasse.

Ich bedanke mich ganz herzlich für diesen fachlich fundierten Hinweis. Nun kann ich meine Veritas Hobel wieder lieb haben ;-)
Michael
Michael K.
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Re: Genauigkeit bei Veritas Hobeln

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

ich konnte vor einigen Jahren mal die Produktionstätte der Veritashobel besuchen und war damals von der Fertigung sehr beeindruckt. Die fertigen Hobelkörper, die ich sah, hatten Zertifikate, dessen Inhalt ich aber nicht kenne. Wenn man Lee valley anschreibt bekommt sicher eine kompetente Anwort in Bezug auf die zu erwartende Toleranz. Wen es interessiert, der mag sich mal ein paar Bildchen ansehen.

Gruss,

Michael K.
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