Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

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Re: Signieren von..... Kosten für Stempel

Hallo Peter.

Also, das mit dem 5 cm Kreis verhält sich wie folgt: Ich arbeite ( noch )auf einer Scheppach dmv 200. Bei dieser Maschine halten Spanfutter wie z.B. das große Vicmarc nicht ( es " fehlt " die Ablaufsicherung - welche bei der Scheppach auch im Rechtslauf erforderlich ist - die dmv 200 ist mit einen
" Bremsmotor " ausgestattet - bei welchen man die Bremsleistung nicht einstellen kann - das große Vicmark ist mir selbst bei niedrigster Geschwindigkeit nach dem Ausschalten der Maschine von der Welle gelaufen)
Ich arbeite mit dem "Orginal" - Scheppach - Spreizbackenfutter, dem Craft 2000
( dürfte baugleich sein mit dem Deutschen 100er ). Bei diesen Spreizbacken ist immer ein Rezeß notwendig, um den Rohling/ die Schale aufzuspannen.
( Rezeß = kreisförmige Vertiefung - max. 5 mm mit Schwalbenschwanzprofilrand)
Der kleinste, notwendige Rezeß liegt zwischen 45 und 56 mm. Dieser reicht aus, um auch kleinere Schalen zu drehen. ( Für wirklich kleine oder richtige Miniaturen verwende ich den Mitnehmer oder das Schraubenfutter - und steche
diese dan ab ). Am Anfang hat mich der an der fertigen Schale verbleibende Rezeß noch gestört, sollte man doch bei einer " richtig fertig gedrechselten Schale" keinerlei Aufspannspuren mehr sehen. Nach einem langen Diskussionsabend mit meinem Drechselmentor ( " Brain-Storming ") kam mir dan die Idee, diesen Platz doch für die Signierung zu verwenden. Bei einer fertigen Schale sieht man ja den Rezeß von außen nicht ( es sei denn man dreht diese um - was eigentlich nicht häufig vorkommt, oder stellt die Schale verkehrt herum auf, was bei manchen Schalen auch nicht schlecht aussieht......)
Fakt: ich habe also immer mindestens einen 50 mm Rezeß am Schalenboden - eine Vertiefung eben.( Bei den größeren Spannbacken fallen die erforderlichen Rezeße entsprechend größer aus - da passt der Stempel dann sowieso......)
Mittlerweilen habe ich mich an den Verbleib des Rezeßes gewöhnt - später wenn mein Longworth-Futter fertig ist, kann ich - je nach belieben - den Rezeß auch wegdrehen.
Der Stempel als solches im Rezeß ist/wäre eine gute Möglichkeit, diesen a.) etwas zu " kaschieren" und b.) die Schale auch zu signieren. Dadurch das der Stempeldruck "tiefer" in der Schale bzw. im Schalenboden liegen wird/würde,
ist /wäre dieser auch gegen " Abrieb" geschützt. Lack bzw. Wachs bzw. Politur kommt sowieso druff.
Einen Nachteil hat der Verbleib des Rezeßes jedoch doch noch ( schönes Wortspiel.....): Die Schale ist immer 5 mm höher als in Wirklichkeit tief.
Rechnet man dann noch mind. 3 mm für die "echte" Bodenstärke hinzu, kommt man auf insgesamt mind. 8 mm. Da ich aber die meisten meiner Schalen sowieso mit einer " Gesamtbodenstärke" von ca. 10 - 12 mm drehe, fällt auch das nicht weiter ins Gewicht. Im Gegenteil: Ich hab´s gern, wenn der Boden nicht so dünn ist, dann haben die Schalen etwas mehr Gewicht und wirken massiver bzw. stabiler - fühlen sich "schwerer" an.
Das Datum möchte/werde ich schon beibehalten - dient es doch als
"Registriernummer" für die zusätzlichen Daten wie Holzart - Arbeitsstunden - Oberflächenbehandlung - Herkunft des Holzes - und wie oft ich mir beim Innenschleifen die Finger geprellt habe.( kleiner Scherz mit Schmerz)

Außerdem gäbe der Stempel, der Datumsstempel,das Stempelkissen, und das Fläschchen mit der Nachfüllfarbe wieder Mal den Anlass zum Bau einer kleinen aber feinen Werkzeug-Schatulle.( Meine "Spezialwerkzeuge" wie z.B. Haarwinkel - Meßschieber - Meßuhr - Skalpelle - Senker & Schlüsselfeilen - Lupen und Pinzetten - usw. verwahre ich in selbst nach Maß angefertigten Schatullen )

Und kaputt gehen kann ja bei einem "normalen Stempel" auch nicht viel. Wir haben in unserer Firma im Archiv Gummistempel, welche schon dreißig Jahre alt sind und immer noch einwandfrei Arbeiten ( nur nicht an Sonn - und Feiertagen!)

Gruss Dieter M.

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