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Re: Bandsäge
Antwort auf: Bandsäge ()

Hallo Jürgen,
seit ich das Buch "Die Kunst des Möbelbaus" von James Krenov gelesen habe, hat mich das Auftrennen von Bohlen mit der Bandsäge nicht mehr losgelassen. Ich habe alle möglichen Bandsägen angesehen und miteinander verglichen. Nach reiflicher Überlegung bestellte ich dann die Hammer N4300 mit einem 6 mm (Kurvenschnitte) und einem 19 mm (zum Auftrennen) Band.
Der mitglieferte Anschlag ist zum Auftrennen allerdings etwas popelig (nicht hoch genug). Dazu fertigte ich mir einen Anschlag aus Holz (40 cm lang, 15 cm hoch und 4 cm stark).
Die aufzuschneidenden Bohlen oder Bretter werden zunächst besäumt, abgerichtet, auf einer Seite gefügt und im Dickenhobel auf gleiche Stärke gebracht. Dann wird der Holz-Anschlag an den mitgelieferten Anschlag gelegt, mit ihm im gewünschten Abstand zum Sägeblatt verschoben und mit einer Schraubzwinge befestigt. Der Originalanschhlag ist zwar genau parallel zum Sägeblatt, aber nicht hoch genug.
Die obere Rollenführung der Bandsäge auf den minimal benötigten Durchlass stellen und das Brett langsam mit mäßigem Druck durchdrücken.
Vorteile gegenüber der Kreissäge:
- bis zu 31 cm breite Bretter können aufgesägt werden
- 1 mm Schnittverlust + 1 mm Ungenauigkeit = 2 mm Verlust
Ich habe die Füllbretter für eine Schranktür aus 15 cm breiten Bretter in 2 m Länge problemlos mit der Bandsäge aufgesägt und anschließend einmal durch den Dickenhobel geschickt, fertig!
Für schmalere Bretter oder Brettchen (5 - 7 mm) schneide ich ein Brett halt zweimal mit der Bandsäge durch.
Ich bin immer wieder begeistert, wie vielseitig so eine Bandsäge verwendet werden kann. Es sollte allerdings eine gescheite sein.

Zum Besäumen verwende ich jedoch nach wie vor die Kreissäge mit Besäumschlitten und das wir auch so bleiben, dafür ist die Bandsäge m.E. ungeeignet.

Viele Grüße
Michael

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