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Re: Rodelbau (viele Bilder)

Hallo Martin,

nein, ich habe keine FEM Berechnung der Rodel durchgeführt. Aber die Schwachstelle der Kufen ist das vordere Zapfenloch für die Bockfüße.
Hier treten beim Überfahren einer Bodenwelle aufgrund des Hebels der nach vorne überstehenden Kufen Biegemomente auf, die die Kufe oben stauchen und unten dehnen.

An dieser Stelle Danke an Roman aus Wien, der mich auf diesen Sachverhalt hingewiesen hat!

Für den U-förmigen Querschnitt (am Zapfenloch)der Kufen habe ich das Widerstandsmoment einer traditionellen Kufe mit 17mm breitem Zapfenloch und unserer Konstruktion mit 10mm Zapfenloch berechnet. Demnach erträgt unsere Konstruktion 40% höhere Biegebelastungen. Hoffentlich bestätigt sich das in der Praxis...

Owatrol kenne ich auch vom Bootsbau, mein Vater verwendete es früher für sein Holzboot. Wir haben Deksolje D1 / D2 verwendet. Mit D1 kann man Holzteile komplett durchtränken, wenn man oft genug nass in nass streicht. Haben wir aber nicht gemacht, sondern "nur" 6x geölt. D2 ist ein Ölhaltiger Decklack mit glänzender Oberfläche. Muss aber doppelt so oft aufgetragen werden wie ein normaler Klarlack. Wir haben auch hier 6x lackiert.
Das Produkt (D2/D2)haben wir genau aus dem von Dir genannten Grund gewählt, Schrammen werden ja sicher unvermeidbar sein, und deshalb verwendeten wir keinen herkömmlicher Lack.

Apropos Schnee, als Rodelneulinge würde uns interresieren, wo man möglichst früh die Saison eröffnen, und unsere Rodel testen könnten. Gibts vielleicht irgendwelche Rodelbahnen auf Gletschern?

Gruß, Ralf

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