Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

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Re: Alaskan Mill MK III, kleine Umbauten

Hallo,

Damit die schönen Bilder der Sägeaktion bei Dominic beim Thema bleiben (Suchfunktion) hier ein kleiner Bericht über meine Alaskan Mill:

Hier im Forum wurde auf die Möglichkeit der Sammelbestellung über das "motorsägen-portal" hingewiesen und Helle und ich haben uns die Alaskan Mill MK III in 48 " geleistet. Für 220,-- € frei Haus fand ich das günstig. Die Abwicklung hat Andreas vorbildlich gemacht, auch wenn es teils etwas mit dem Versand gedauert hat, aber schließlich geht Geldverdienen für einen Selbständigen vor und er hat da auch schon vorher drauf hingewiesen.

Nun zur Mill:
Sie kam ordentlich verpackt und vollständig an. Erster Eindruck: sauber verarbeitet und ihr Geld wert. Ein Blick ins Innere zeigte dann aber, daß auch in Amerika schnell gearbeitet wird: Die Löcher wurden offenbar mit viel Druck und stumpfem Bohrer hergestellt. Mit Feile und Dremelersatz waren die überstehenden Grate dann aber schnell beseitigt.

Da ich für die Mill ein eigenes Schwert benutzen will gefiel mir die Klemmung auf der Schiene natürlich weniger. Da kann auch mal was losrappeln und dann verrutschen. Ich habe die Klemmung also mit einer Schaube M12 (8.8) und einer großen Scheibe vorgenommen. Hierfür habe ich erst mal in die obere Abstützung mittig ein Loch mit 12 mm gebohrt. Das 4-kant-Rohr nahm innen passgenau die M-12-Mutter auf - eine wurde mit einem Stift an Ort und Stelle getrieben; die andere mußte gegen verrutschen leicht geklebt werden.

So sieht das motorsägen-seitig aus:

Falls jemand das nachbaut, bitte darauf achten, daß zum Anzeichnen die Schiene mit dem Kettenspanner ganz zur Motorsäge zurückgezogen ist, damit der Weg für das Kettenspannen voll erhalten bleibt.

Und so sieht das an der Schwertspitze aus:

Hier ist zu beachten, daß ein Schwert OHNE Umlenkstern genommen wird. Das wird aber auch bei der normalen Befestigung verlangt, weil sonst der Umlenkstern eingequetscht wird. Ich hätte ja sogar durch den Stern gebohrt!

Das Bohren der Löcher im Schwert war kein Vergnügen und geht nur mit einer vernünftigen Standbohrmaschine bzw. Bohrständer. Von Anfang an ausreichend kühlen!

Hier ein Bild der fertigen Mill, jedoch ohne Motorsäge, weil die inzwischen wieder anders gebraucht wurde. Auch müssen die Ketten noch umgeschliffen werden. Ich konnte zwei Ladenhüter mit Normalschliff besonders günstig erwerben incl. Umschleifen.

Durch diesen Umbau ist es mir möglich, ohne große Umbauten an der Mill die Kette zu wechseln. Sonst müßte die Mill vom Schwert abgeschraubt und nachher wieder festgeschraubt werden.

Was mich natürlich sofort geärgert hat war dieser amerikanische Schraubendriss (als Amerikaner hätt mich der europäische Driss geärgert). Ich hab also alle Schrauben durch DIN - Schrauben ersetzt:
In die Schienennuten passen genau Schloßschrauben 8 x 20 mm; dann steht auch kaum noch was über.
Die beiden Bügelschrauben wurden ebenfalls ersetzt und das Festschrauben der Höhenverstellung übernehmen jetzt 2 Sterngriffmuttern. Ob sich das im harten Einsatz bewährt muß ich abwarten, hoffe es aber schon. So kann ich die Verstellung der Brettstärke ohne Schlüssel vornehmen.

Die Spannschraube für das Festsetzen der runden Stange habe ich auch derart geändert, daß ich einseitig mit 6 mm aufgebohrt habe und in die andere Hälfte ein M-6-Gewinde geschnitten habe. Hier ein Bild der Sterngriffe und der Spannschraube:

Eingebaut habe ich ein 90-er Schwert und es bleibt mir ein freier Durchgang von 77 cm.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu lang und trotzdem verständlich erklärt.

Gruß

Heinz

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