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Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Kettensäge zum Holzstamm auftrennen

Hallo,

nach dem erneuten Schärfen der Sägekette habe ich am Wochenende mehrere Birkestämme sowie einen Eschestamm mit ca. 35 cm Dicke "frei Hand" aufgesägt. Entgegen meiner bisherigen Verfahrensweise, den Stamm senkrecht aufzustellen und einfach von "oben nach unten" durch zu sägen (mit allem Geschaukel und einem wahrlich nicht BG-gerechten Aufbau), habe ich nunmehr einen Sägebock genommen und den Stamm auf zwei aufgelegte Bretter gelegt. Die Zulage vermindert das Risiko, nach dem Durchsägen des Stamms den metallenen Sägebock mit der Kette zu berühren. Das Durchsägen erfolgte dann cm für cm über die ganze Länge. Die Schnittfläche ist immer noch ein klein wenig wellig, allerdings bei weitem nicht mit so großen Verwerfungen wie beim Durchsägen von der Stirnseite aus (wieso bin ich nicht schon früher darauf gekommen?!?). Da ich die Bohlen ausschließlich zur Herstellung von Kanteln zum Drechseln nutze, sind die Unebenheiten noch zu verschmerzen. Bei der Weiterverarbeitung zu Brettern für den Möbelbau wären noch etliche Schlichtarbeiten notwendig. Trotzdem sind mit den hier beschriebenen mobilen Sägewerken sicherlich ganz andere Ergebnisse zu erzielen.

Nun zum Versiegeln der Stirnseiten:
In einem anderen, aber leider seit längerer Zeit nicht mehr aktualisierten Forum gibt es einige Tipps zum Versiegeln von frisch geschlagenem Holz: www.wood-line.de/F/F99120401.htm
Ich selbst nutze Reste von Kerzen (davon gibt es in unserem Drei-Mädel-Haushalt genug) und erhitze diese in einem alten Topf so lange, bis sich Rauch entwickelt. Selbstverständlich habe ich einen Feuerlöscher sowie eine Löschdecke griffbereit! Die Kanteln tauche ich direkt in die Flüssigkeit. Hierbei zischelt das Kerzenwachs und durch das aus dem Frischholz verdampfende Wasser entstehen Bläschen wie in der Friteuse. Der "Spucketest" ist also nicht von der Hand zu weisen.
Lediglich das Weichmachen des Kerzentalgs und das anschließende Auftragen auf die Schnittfläche bringt nicht viel; die Talgschicht wird dicker, dringt aber nicht richtig ein, so dass nach wenigen Wochen, wenn das Holz schrumpft, der Kerzentalg reißt und abblättert.
Ich weiß nicht, ob reines Paraffin, wie es im Handel erhältlich ist, bessere Effekte erzielt, da mir nicht bekannt ist, inwieweit sich Kerzentalg und Paraffin (von Farb- und ggf. Duftstoffen abgesehen) unterscheiden.
Weiterhin viel Spaß beim Drechseln

Gruß
Martin

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