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Re: Heizung für Werkstatt? Feuchtigkeit senken?

Hallo Tobi,

zu Deinen Fragen -
ein Infrarotstrahler ist sicher eine Möglichkeit der Heizung, Erfahrungen damit in einer Holzwerkstatt habe ich nicht. Einen Dunkelstrahler kenne ich nicht.
Bestünde die Möglichkeit, einen Holzofen samt Schlot an einer Stelle in der Werkstatt zu positionieren, an der die Abstandflächen eingehalten werden?

Holz trocknen mit Granulat habe ich auch noch nicht gemacht.

Generell möchte ich noch anmerken:

Ich gehe jetzt mal davon aus, daß Du planst, Dein Holz soweit zu trocknen, daß es trocken genug für den Einsatz in einem zentralbeheizten Innenraum ist. Da benötigst Du einen Holzfeuchtegehalt von 6-10%.
Das wirst Du in einer Werkstatt bzw. Holzlager bei 10°C und 70-80% Luftfeuchte nicht erreichen können. Diese Luftfeuchte bei der Temperatur ist das, was man in Deutschland zu der Jahreszeit draußen hat. Solange es nicht regnet oder neblig ist. Holz hat unter diesen Vorausetzungen eine Ausgleichsfeuchte von 14-17%.
Was ich damit sagen will: zum jetztigen Zeitpunkt ist in Deinem Fall drinnen das gleiche wie draußen (überdacht).

Mit Granulat oder einem sonstigen Mittel wirst Du ohne dauerhafte Heizung (inkl. warme Wand/Mauer-Decke-Boden) nur mit sehr großem Aufwand ein trockeneres Holz erreichen.
Für den Zustand "dauerhaft trockene Luft" in einem Raum - den Du zum Trocknen von Holz benötigst - entfeuchtest Du vorher auch die Begrenzungen des umgebenden Raumes (Wand/Mauer-Decke-Boden).
Sind die Begrenzungen des Raumes feuchter, als die umgebende Luft, geben die Bregrenzungen Feuchte an die Luft ab. Und zwar solange bis sich eine Ausgleichsfeuchte auch dort einstellt. Gleichzeitig mußt Du dafür sorgen, daß von draußen kein Nachschub an feuchterer Luft kommt.

Um 6-10% zu erreichen, brauchst Du eine künstliche Holztrocknung oder Deine Werkstatt wird dauerhaft auf ~20°C beheizt.

Gruß, Andreas

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