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Re: Handwerkszeug für Zimmermannsarbeiten

Eine Längsschnittkette ist natürlich eine feine Sache - aber ich denke, hier müsste es auch so noch gehen (denn die Längsschnittketten sind meines Wissens auch deutlich teurer und sonst im Alltag nicht zu gebrauchen. Es sei denn, Du willst später selber mal Baumstämme auftrennen und Dir Deine Schnittholzbohlen zukünftig selbst herstellen - dann macht eine Längsschnittkette auf jeden Fall Sinn).

Einen kleinen Tipp zum Längsholzsägen habe ich aber auch noch:
Versuche mit der Kettensäge möglichst parallel zu den Holzfasern bzw. zur Wuchsrichtung des Baumes zu sägen. Hmm, schwer zu beschreiben...
Stell Dir einen Hackklotz vor. Wenn ich da jetzt die laufende Kette waagrecht drauf setze, dann kann sie am Hirnholz und somit an den Holzfasern nur schabend abtragen. Wenn Du den Hackklotz stattdessen hinlegst und dann die Kettensäge waagrecht und parallel zu den Holzfasern ansetzt - dann bekommst Du wunderschöne lange Späne wie beim Längsholzdrechseln und musst schon aufpassen, dass Dir die Späne nicht die Kettensäge verstopfen... ;-)
Aber so kann die Kettensäge schneiden und muss nicht schaben.

Wenn Du also die Möglichkeit hast beim Nachschneiden von Laibungen oder ähnlichem: Setze die Kettensäge unter einem möglichst kleinen Winkel möglichst parallel zum Balken an und dann erstmal nur eine kleine Nut sägen und anschließend in diversen Durchgängen in die Tiefe vorarbeiten.

Viel Erfolg
Stefan

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