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Re: Federkamm für Längsschnitte an der Kreissäge

Moin,

normalerweise wird der Anschlag so justiert, daß er nach hinten leicht vom Sägeblatt wegläuft (ca. 0.5mm).
Dann kriegt man saubere Schnitte hin, wenn man das Werkstück gegen den Anschlag zieht/drückt.

Ich habe den Anschlag meist liegend montiert. Dann ist er nur ca. 10mm hoch und man kann rechts vom Sägeblatt stehend (außerhalb der "Schußrichtung") das Werkstück mit beiden Händen gegen den Anschlag ziehen, wobei die Handballen auf dem Anschlag ruhen.
Das geht absolut problemlos, wenn man Supergleit benutzt und/oder links vom Sägeblatt einen Schiebetisch.

Den Anschlag nach vorn ziehen ist Murks, denn der ist so lang, daß er dann ohne Klemmung nach vorne abkippen würde. Selbst mit Klemmung hebt er hinten leicht ab.
Die einzige Lösung wäre, einen zweiten kurzen Anschlag herzustellen, der gerade mal von der Tischvorderkante bis zur Sägeblattmitte reicht.

Denkbar wäre auch einen Vorschub so einzustellen, daß er das Werkstück durchzieht. Wenn der Anschlag niedriger ist, als das Werkstück, müßte das gehen.
Der Einstellaufwand ist aber sehr hoch.

Ich hab mir nur einen ganz kurzen Anschlag gebastelt, um z.B. mehrere gleich kurze Stücke herzustellen. Dieser reicht nur einige cm weit und hört weit vor dem Sägeblatt auf.
Das funktioniert aber nur mit einem Schiebetisch, der direkt am Sägeblatt vorbei läuft und einen Anschlag zur Führung des Werkstücks hat.

Einen Abweiser mit Haltemagneten hab ich auch gebastelt, aber oft stauen sich die abgesägten Teile trotzdem am Sägeblatt und man muß sie irgendwie wegbefördern.
Das geht natürlich nur bei Gußtischen. Wie man sowas bei Alu vernünftig lösen kann weiß ich nicht.

Federkämme bzw. ähnliche Konstrukte mit Kugellagern, Rollen oder alten Teilen vom Festofrästisch benutze ich fast nur bei Fräsarbeiten.

Gruß

Uwe

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