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Re: Monopol-Führungen
Antwort auf: Re: Monopol-Führungen ()

Hallo Thomas, Rolf und Uwe,
schadet es eigentlich, wenn man das Band zu stramm spannt? Bisher habe ich es an meinen beiden Bäuerles nicht geschafft, das Band so stramm zu spannen, daß es reißt, auch beim groben (Brennholz)sägen.
Gruß
Heinz

Tag Heinz,

gefühlte kurze Antwort: Nein.

Lang:
wenn ich mir den e-Modul von Stahl ansehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Elastizit%C3%A4tsmodul#/media/Datei:Spgs-Dehnungs-Kurve_Streckgrenze.svg

und mir dann bei der relativ flachen, langsam abfallenenden Kurve das in der Praxis übersetzt vorstelle, dann bedeutet es:
Optimale Vorspannung wäre kurz vor Streckgrenze, weiteres Spannen bringt das Band in den Fließzustand (Spannung nimmt wider ab)
noch weiteres Spannen lässt das Band reissen.
Da die Spanneinrichtung der Maschine mechanisch Grenzen zur Erhöhung der Spannung vorgibt, und die Steifigkeit des Rahmens und der Räderbandagen nicht unendlich ist, wirken diese der "Überspannung des Bandes" entgegen.

Wir sind hier in einer sehr theoretischen Diskussion angekommen, ohne den Konstukteur der Maschine, den Metallurgen des Bandherstellers, und ein geeichtes Bandspannungsmessgerät wird das Optimum im normalen Betrieb händisch wohl nicht zu erreichen sein.
Wenn ich mir an eine großen Trenn- oder Blockbandsäge die hydraulischen Spanneinrichtungen ansehe, steckt da schon eine Menge Know-How und Aufwand dahinter.

In der Praxis (Hobbywerkstatt) dürften die meisten Bänder mit zu geringer Spannung gefahren werden,
da die Steifigkeit der Maschinenständer im preiswerten oder mobil handhabbaren Bereich zu niedrig ist.

Die meisten Bandrisse die ich erlebt habe:
- Zu dicke Bänder auf zu kleineren Rollen erzeugen Risse, die irgendwann zu Bruch führen
- schlechte Schweißnahtqualität der Bänder bei Billiganbietern
- thermische Überlastung des Bandes, da stumpfe Bänder mit immer weiterer Erhöhung des Vorschubdrucks bis zur Zerstörung gequält werden

Guss
Thomas

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