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Re: Sägerauhigkeit
Antwort auf: Re: Sägerauhigkeit ()

Hallo Rolf, Hallo Bernd,
meine Werkstatt ist wohl die feuchteste, die es gibt. Hab selbst im Sommer bei dauernd offenem Fenster
zwischen 60 und 70 % Raumfeuchte. War halt mal ne Waschküche mit Wäschemangel und ist ständig
im Mauerwerk durch das höhergelegene Nachbarsgrundstück dem Regenwasser ausgesetzt.
Ich kann auch kein Holz darin aufbewahren, und angefangene Arbeiten muß ich zu Ende bringen, weil alles
liegengebliebene Holz sich verziehen würde.
Eins hat es mich gelehrt,...wenn man alte Schreinertechniken anwendet, bleiben selbst meine Arbeiten stabil,
wenn sie in trockenere Gefilde kommen.
Eine Sache hat mir dann doch wehgetan, als man nämlich meine Mahagonischmuckschatulle auf einer Fensterbank
über einem Heizkörper platzierte,...den Rest muß ich ja nicht ausführen.... :-(
Nun zur Sägerauheit,...Ich selbst hab keine merklichen Unterschiede feststellen können, obwohl die Theorie besagt,
das sich Fasern bei Kontakt mit Wasser aufrichten. Tun sie auch (Beizen, Schleifen)!
Doch jedes Holz wird in der Verarbeitung ja gehobelt und dann ist das nicht relevant, ob es mal rauh war,...soll heißen
es wird wohl eher am Sägeblatt, am Sägeband etc liegen als an den paar % Feuchteunterschied im Holz.
In Fachbüchern gibt es Tabellen zur optimalen Holzfeuchte, aber das ist fast belanglos (nicht ausnahmlos...), wenn
man keine Extreme hat.
Ich bin aber ganz bei Dir Rolf mit dem Problem der Raumfeuchte in einer Holzwerkstatt, die doch allerlei Werkzeuge beherbergt.
Ich wünschte mir auch etwas bessere Bedingungen diesbezüglich, hab ich doch auch erfahren, dass man seine Hobelbank
an den Holzwurm verlieren kann in einer sehr feuchten Umgebung. Hab sie auch retten können durch die Behandlung
in einer Trockenkammer,...
Keine Panik also,...es gibt immer Mittel und Wege
Beste Grüße Andreas

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