Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Schraubendurchmesser für Robinienstämme

Hallo Shorty,

man kann alles übertreiben! Kinder werden normalerweise auch erwachsen und brauchen dann kein Spielhaus mehr, also baut man nicht für die Ewigkeit.

Wir betreiben hier als Heimatverein einen großen Spielplatz, siehe hier:

http://www.heimatverein-alfter.de/jakob-wahlen-park.html

Schau mal durch die Bilder.
Der Spitzturm besteht aus Strommasten; die sind imprägniert und einfach in der Erde vergraben. Stehen mittlerweile seit ca. 1975. Das Podest wurde aber schon mal erneuert.

Die "Brücke" steht jetzt seit 2007. Der Vorgänger von 1975, ebenfalls aus Strommasten mußte ersetzt werden. Jetzt haben wir Robinie, aber auch die nur einfach eingegraben, nicht mit Kiesfüllung oder gar Beton.

Ein Klettergitter aus Ketten hatte an einem senkrechten Pfosten oben und unten einen Querbalken. Der war mit einer durchgehenden Schraube am Pfosten befestigt. Durchmesser ca. 16 mm, oben und unten weggebogen nach kurzer Zeit. Also dürfte 16 mm nicht unbedingt ausreichen wenn es gerade bleiben soll. passieren wird da aber auch nichts weil da ja nicht dauernd hin und her gebogen wird.

Meine Empfehlung:
Die senkrechten Pfosten eingraben und beim Verfüllen von unten her (das ist wichtig) gut verdichten, nicht erst oben festtreten und gut. Evtl. nach einiger Zeit - wenns evtl. leicht wackelt - noch mal einschlämmen.
Für die Querhölzer als Auflager ein Dreieck am senkrechten Pfosten mit Spax festschrauben und dann die Querhölzer mit durchgehender Gewindestange festschrauben. Da dürfte dann 16 mm ausreichend sein.

Alle Schraubverbindungen würde ich versenken. Dafür hatte die Brückenbaufirma ein schönes, sehr teures Werkzeug, geht aber auch mit Forstnerbohrer. Muß man nur an der Austrittsseite etwas Fantasie haben um dem Forstnerbohrer eine Führung zu geben.

Gutes Gelingen
Heinz

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