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Re: Werkstattplanung

So, dann gebe ich auch nochmal meinen Senf dazu. Passt grade gut, weil ich/wir (Lady und ich) auch am Aufbau einer neuen Werkstatt (ca. 25 m²) sind....

Einen Plan hatte ich auch gemacht....und beim Aufstellen ziemlich schnell wieder über den Haufen geworfen. Vor Ort sieht auf einmal alles ganz anders aus! Die letzten Modifikationen nehme ich aktuell gerade vor. Dabei gehts zur Hauptsache darum, möglichst lange Werkstücke auf der Abrichte und Bandsäge sowie auf dem Oberfrästisch und an der Kappsägenstation bearbeiten zu können. Auf 250 cm kommt man nach der Umplanung überall.

Formatkreissäge? Will ich nicht - Kreissägenallergie! :-))) - habe ich auch noch nie vermisst. Zum Auftrennen von Platten dienen mir die Hobelbank und ggf. Böcke. Geschnitten wird mit der Oberfräse (DeWalt 622) und Spiralfräser (Dicke je nach Plattenmaterial) an Führungsschienen. Bei Bedarf bis ca. 260 cm Länge verfügbar. Die "Schnitte" werden sehr sauber, brauchen in aller Regel nicht nachgearbeitet werden. Für die geometrische Exaktheit muss ich halt selbst Sorge tragen.

Die Hobelbank steht unter einem grossen Fenster, Oberfrästisch, Bohrplatz, Kappsäge befinden sich in/auf einer langen Werkbank an einer Längswand. Die Drechselbank von Lady hat ihren Platz an einer Querwand. Mitten im Raum stehen seitlich etwas versetzt Bandsäge und Abrichte sowie die Staubabsaugung. Die Stromversorgung dieser Maschinen kommt von einer Stromanschluss-Hängeampel. Kann man dringend empfehlen, erspart eine ganze Menge Kabelsalat.

Von Maschine auf Rollen bin ich nicht sonderlich überzeugt, wenn es sich lediglich um eine Art Platform mit angeschraubten Rollen handelt. Sehr stabil erscheint mir da Ganze nicht und auch die wachsende Arbeitshöhe kann ein Problem sein. Anders ist es, wenn die Maschinen von Haus aus ein "Fahrgestell" mitbringen wie meine Abrichte. Wenn das Fahrwerk nicht ausgeklappt ist, steht sie sicher auf ihren 4 Füssen. Etwas anders bei der Staubabsaugung, aber an der muss man nicht arbeiten.

Schalldämmung: Davon war ich bisher nicht betroffen, weil wir immer alleine im Haus wohnten und auch Abstand zu den Nachbarn gegeben war. Ist aber natürlich durchaus wichtig!

Wichtig erscheint mir Staubschutz. Weder möchte man den Staub in anderen Teilen des Hauses haben, noch sollte er in die Installation (Steckdosen - Verteiler etc. eindringen. Als auf entsprechende Schutzklassen dieser Komponenten achten. Wo möglich verlasse ich mich auf IP 5X - meistens 54.

Licht ist auch wichtig, sollte gleich mitgeplant werden. Tageslicht ist natürlich optimal, aber halt nicht immer ausreichend vorhanden. LEDs der neuesten Generation sind sehr hilfreich.(150 Lumen/Watt)

Hobelbank: Selber bauen!

Genaug der warmen Worte - viel Erfolg und Spass bei der Realisierung!

Gruss
Rolf

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