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Re: Schale aus einer halb vergammelten Wurzel

Hallo Jojo,

an den Schnitzspuren auf dem zweiten Bild kann man sehen, dass ich mit einem Hohleisen hauptsächlich quer zur Faser geschnitten habe. Zum Aushöhlen von Schalen kann man im Prinzip jedes Hohleisen (Stich 3, 4, 5, usw.) gut gebrauchen. Je nachdem, welches Eisen man zur Verfügung hat, denn: wichtiger als der korrekte Stich und die korrekte Breite des Eisens ist der Umgang mit demselben. Da braucht es schon ein wenig Übung und ein gewisses Gefühl dafür, wo sich welches Eisen am Besten einsetzen lässt. Wenn man davon noch keine Ahnung hat, muss man es ausprobieren. Einfach verschiedene Eisen (wenn vorhanden) benutzen und dann mit dem Eisen weiter schnitzen, bei dem man das Gefühl hat, dass es am Besten geht.

Ich benutze gerne Stich 5. Deshalb habe ich davon mehrere Breiten. Zum Beispiel mit einem 30 mm breiten geraden Hohleisen (Stich 5, 6 oder 7) geht beim groben Formschnitzen (mit dem Klüpfel geschlagen) schon ganz gut was weg. Anschließend wird mit schmaleren Eisen (mit oder ohne Klüpfel) weiter geschnitzt. Ggf. auch mit einem gekröpften Hohleisen. Nähert man sich der gewünschten Form, wird (z.B. mit Stich 3) geglättet. Anschließend kann geschliffen werden.

Fotos der Bildhauereisen kann man im Internet in diversen Schnitzer-online-shops (z.B. auch beim Hausherrn) oder in den Katalogen der Hersteller (z.B. Kirschen, Stubai, Dastra oder Pfeil etc.) sehen.

Hoffe, dass dir diese Infos hilfreich sind.

Gruß
Bernd

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