Schleifzylinder

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Intarsie (Inlay Banding) – erster Versuch *MIT BILD*

Auch wenn sie häufig nicht meinem Geschmack entsprechen, finde ich Intarsien faszinierend. Daher wollte ich gerne ausprobieren, selbst welche herzustellen.

Ausgangsmaterial waren je ein 4 mm dicker Streifen aus europäischer Kirsche und amerikanischem Nussbaum, 25 mm breit und 600 mm lang.
Diese wurden nach dem Sägen mit dem Einhandhobel geglättet und verleimt.

Mittels einer einfachen Vorrichtung wurden von diesen Leisten auf der Bandsäge 4 mm breite und somit 8 mm hohe Teile abgelängt.

Da diese beim Sägen auf der Unterseite etwas ausfransten, wurde dann die Nussbaumseite auf 240er Schleifpapier geschliffen. Dabei habe ich versucht immer etwa die gleiche Anzahl an Schleifzügen zu machen, damit alle ungefähr gleich dick blieben.


Eine weitere Vorrichtung diente dem Verleimen.

Dann wurden auf einen 1,5 mm dicken Nussbaumstreifen Leim angegeben und Stück für Stück aufgebracht. Dabei habe ich an den Seiten nur einseitig ganz dünn Leim aufgetragen.
Ein weiterer 1,5 mm Nussbaumstreifen vervollständigt dann das Päckchen und dieses wurde in der Vorrichtung mittels Zwingen verpresst.


Auf er Bandsäge wurde dieses Laminat dann zu 1,5 mm dicken Streifen aufgesägt.

Ein Teststück zeigt das Ergebnis nach dem Hobeln:

Insgesamt konnte ich so acht 7 mm breite und 600 mm lange Intarsien aus dem Rohling herstellen.
Diese sind erstaunlich stabil und biegsam.

Besonders charmant finde ich, dass auf diese Weise nur Längsholz in der eingelegten Fläche zu sehen ist.

Dieses Muster ist die einfachste Variante. Eventuell versuche ich beim nächsten Mal etwas schräges.

Nach diesem eigenen Versuch bin ich jedenfalls umso mehr beeindruckt, dass solche Intarsien früher ohne maschinelle Unterstützung hergestellt wurden.

Gruß Daniel

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