Schleifzylinder

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Re: Im Schelllackkleidchen

Hallo Franz,

was ich auf Deinem letzten Bild sehe, ist seidenglanz. Von vielen Leuten so gewünscht, aber eine fertige Schellackpolitur hat spiegelnden Glanz, also Lichtreflexe an den Kanten und
1:1 Spiegelungen auf den Flächen.... Ich mag das, weil es ja mal so gewollt war und gemacht wurde bei diversen Möbelstücken.
Is jetzt natürlich etwas kniffelig, weil irgend wann willst Du ja mal fertig werden, aber mehr kann man immer machen. Also mit feinster Stahlwolle schön waagerecht abreiben und weiter gehts mit dem Lackauftrag. Die Füllung aus alten Steppdecken kann da
auch gute Dienste leisten so als Mullbausch. Da muß der Lack auch nicht gar so dünne sein, ich nehme da etwas kräftigere Mischung im Mull. Das Öl macht den Lack geschmeidig.
Und Du kannst ja nie zu viel raufwischen, alle Flächen abgefahren, und nochmal und nochmal, nachts trocknen und hart werden lassen (es sollte nicht zu kühl sein, etwa 20 -22 grad sind
schon schön) und dann wieder mit Stahlwolle die Huckel wegreiben (übertrieben gesagt, wenn man jetzt anfängt zu spinnen, dann nimmt man dann einen Filzblock mit Öl und Bimsmehl zum überschleifen, aber
Du restaurierst ja keinen David Röntgen) und die nächsten Durchgänge. Ich hab ja geschrieben, wenns Dir zu glänzig wird, kann man das wieder etwas entschärfen. Aber ich würde mal probieren
wie weit Du es treiben willst. Bei einem so kleinen Objekt würd ich mir da nicht zu sehr die Literatur ansehen in Punkto Öl aus der Fläche ziehen mit Alkoholhauch....
Und immer dran denken, es ist alles reversibel!!! Nur Mut!

Grüße aus Berlin
Uli

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