Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Wirkungsgrad Oberfräsen?
Antwort auf: Wirkungsgrad Oberfräsen? ()

Moin!

Traue keine Werksangaben was Motoren betrifft. Der Trend geht - weil Werbewirksam - einfach nach oben mit sehr obskuren Messungen und Tests, die einfach zusätzlich nach oben abgerundet werden. Da ist es normal, dass der Motor in einem Test still steht und bemessen wird. Im anderen Test wird der Motor dann nackt im Leerlauf betrieben. Alles mit Überspannung, damit auch im Labor viel mehr Strom fließen kann. Dann werden von beiden Tests die größten Daten unabhängig voneinander miteinander multipliziert und schon hat man eine angebliche Leistungsangabe. In den USA ist es zwar noch schlimmer als hier, aber soetwas sollte man immer im realen Anwendungsfall selber messen. Dafür gibt es ja günstige Leistungsmessgeräte als Schuko-Zwischenstecker. Die kommen zwar mit der Phasenverschiebung meist nicht wirklich klar und geben falsche Werte an, aber als Daumenwert für einen Ansatz sind die ganz brauchbar.

Immerhin gibt es auch Staubsauger mit angeblichen 4kW Leistung, die dann an Lichtstrom betrieben werden. Ja ne, is klar...

Doof wird es nur die Gegenseite zu messen. Da bräuchte man einen zweiten Motor, den man kennt, um zu sehen was von der elektrischen Energie in mechanische Energie umgewandelt wird. Oder man bemüht sich der Fadenmethode bei der man gleichzeitig die Umdrehung des Motor misst. Da ist die Schwierigkeit die Rauigkeit des Fadens und der Welle zu kennen, damit man den Reibungskoeffizienten raus hat.

Aber ja, Wirkungsgrade sind generell grausig. 40% ist bei Motoren normal. Daher feiert man auch Brushless, da diese sogar über sensationelle 90% erreichen, wenn ausreichen gekühlt wird.
Bei Photovoltaik sind ja nur rund 10% an der Tagesordnung.

Aber der Wirkungsgrad ist keine lineare Angelegenheit und auch von der Last abhängig.

Naja... ich hoffe das hilft.

Schicken Gruß,
Amadeus

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -