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Re: Tischbohrmaschine
Antwort auf: Tischbohrmaschine ()

Meiner Meinung nach sind diese Forderungen ilusorisch.
Ich schaue mich seit ein paar Wochen nach Fräs- und Drehmaschine um, weil mir meine Standbohrmaschine stinkt und habe schon einige Erfahrungsberichte gelesen.

Wenn es Dir nur um die 0.1mm in Z-Richtung geht, wäre mein Rat: Nimm eine bestehende Bohrmaschine und bau Dir eine peiswertes Meßgerät an.
Ein Metaller hat das bei seiner Fräsmaschine ebenfalls gemacht, weil die Lösungen out-of-the-box nichts taugen: https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=4&t=17269&hilit=mb4&start=140.
Die China-Fräse, an der er arbeitet ist übrigens auf 0.01mm genau, wiegt 320kg und kostet 2300€

So ein Meßtaster hat eine Auflösung von 0.01mm; allerdings wirst Du bei den gängigen Bohrmaschinen schon Ausschläge sehen, wenn Du sie nur schief anguckst.
Übrigens ist so ein Taster samt Magnetfuß ohnehin äußerst sinnvoll - ich stelle damit auch gerne den Frästisch nach, wenn ich per Meßschieber feststelle, daß eine Nut noch 0.85 mm tiefer sein muß,

Bei meiner Standbohrmaschine (Scheppach) z.B. ändert sich beim Festspannen des Tisches (den man hoch und 'runter fahren kann) die Tischneigung um ein paar mm.
Es ist einfach sehr fummelig den Tisch wirklich senkrecht zum Bohrer auszurichten - auch kriegt man durch seitlichen Druck auf den Bohrer Verschiebungen von 1mm leicht hin.
Die preiswerten Bohrmaschinen sind einfach nur Lochstanzer und mit 0.1mm Genauigkeit nicht kompatibel. Das hat meine Maschine gerade mal als Rundlauf.

Es kommt natürlich darauf an, wie viel Du mit Maschinen (gegenüber Handarbeit) machst. Aber wenn Du 800€ ausgeben willst, scheint es Dir ja schon was wert zu sein.

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