Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

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Re: Makita Oberfräse RP2300 Update 2

Hallo zusammen,

Nochmal zu der Geschichte mit den Spannzangen und meiner Makita.

Ich hatte ja zuerst den Verdacht daß Standardspannzangen in der Bauform ER und Größe 16 passen müssten, habe das dann wieder verworfen weil eine auf die Schnelle organisierte Spannzange zweifelhafter Herkunft aus unbekannten Gründen doch nicht so recht passen wollte. Vermutlich war das aber mein Fehler.
Nachdem ich nun ein bißchen herumprobiert habe und mich die Kollegen aus der Meßtechnik und dem Werkzeugbau unterstützt haben, hat sich herausgestellt daß die erste Annahme doch stimmte.
Ich habe mir inzwischen aus verschiedenen Quellen (zum Teil leihweise) die Größen 6, 8, 10 und 12mm respektive 1/4", 3/8", 1/2" besorgt und getestet. 8 und 12mm mit Fräsern, für die 6 und 10mm musste ich Bohrer nehmen, dafür habe ich eine Zentrierhilfe mit 1/4" / 8mm Schaft.
Alle haben gepasst. Die Überwurfmutter mit den Fingern anzuziehen spannt die Fräser schon so fest, daß ich die von Hand nicht mehr herausziehen konnte, mit den Reduzierhülsen geht das nicht. Ich habe jeweils meine längsten Fräser genommen und mit dem Schlüssel leicht angezogen, dann war absolut kein Spiel zu spüren, der Fräser sitzt bombenfest.
Außerdem habe ich eine Überwurfmutter (gewuchtet sagt der Anbieter) M22x1,5 für ER16 besorgt und die passt ebenfalls.

Was hat die Irritation verursacht:
1. Spannzangen ER16 gibt es normalerweise nur bis 10,0mm Innendurchmesser, danach sollte man eigentlich ER25 verwenden. Makita liefert aber eine 12,0mm (oder auch 12,7mm) Spannzange mit. Durch die größere Bohrung und den Konus hinten fällt die Spannzange deutlich kürzer aus und wenn man die Maße vergleicht, scheint das nicht zu passen, weil sich die Zeichnungen die ich gefunden habe alle auf die Bauform bis 10mm beziehen.
2. Meine Möglichkeiten den Konus zu vermessen sind extrem sparsam. Ich kam mit meinem Winkelmesser auf irgendwas zwischen Bauform ER und OZ, eher zu OZ hintendierend. Dank sei unserer Meßtechnik, die konnten es besser.
3. Die Spindel hat eine 13mm Bohrung. Dadurch fällt auch der Innenkonus in der Frässpindel kürzer aus und beim Einsetzen und im ungespannten Zustand hat die Spannzange ungewohnt viel Spiel, was mich irritiert hat. Wie bereits geschrieben gibt es kein Spiel mehr im gespannten Zustand. Die Originalspannzange ist viel steifer als die anderen, weil nur von einer Seite her geschlitzt, das verringert das Spiel wiederum etwas und der Unterschied war mir verdächtig.
4. Offenbar zum Ausgleich hat die Fa. Makita versucht den Innenkonus so lang wie möglich zu machen und die Toleranzen wohl sehr eng interpretiert. In die 3/8" Zange kann man problemlos einen 9,5mm-Bohrer spannen, 9,0mm gehen nicht mehr. Und das obwohl die Spannzange noch sichtbar Reserven hat, aber die Überwurfmutter sitzt dann auf dem Rand der Spindel auf und blockiert (die Originalmutter ist da nicht anders als die nachgekaufte).

Gruß Horst

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