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Kirsche auf Spanplatte: 14mm Verzug - Abhilfe?

Moin!

Vor rund 20 Jahren hat ein Tischler für meine Mutter folgende Gardinenleiste erstellt:

Da sie umzieht, passt das Stück nicht mehr, sodass ich ihr anbot aus der Kirsche eine Lampe zu bauen. Beim Zerlegen fiel mir auf, dass sich die Leiste ordentlich verzogen hat. Beim Anhalten eines Bosch-Profils stellte ich fest, dass die Kirschleiste kürzer geworden ist und somit eine Konkave von 14mm auf 2,3m Länge entstanden ist. Alle Teile wurden mit Lamellos verleimt.

Auf diese Weise konnte ich die Leiste dennoch von der Spanplatte befreien:

Nachdem die Kirschleiste befreit wurde, ist sie nun schnurgerade. Irre wie stark Holz doch arbeitet, auch wenn die Räume stets identisch klimatisiert sind.

Da ich jetzt keine Lust habe jedes Fenster nur mit einem Plissee zu schmücken, wollte ich sowas eigentlich für mich selber bauen. Allerdings möchte ich keinen Verzug bei mir riskieren. Wie sollte ich daher die Konstruktion ausführen? Vielleicht eine Gratnut? Nur da weiß ich dann nicht, wie ich die seitlichen Wangen befestigen sollte. Was mich auch wundert: Ich habe vor kurzen ein Konstruktionsbuch von Wolfgang Nutsch gekauft. Dort wird genau diese oben genannte Verbindung zwischen einer Vollholzleiste und einer Spanplatte empfohlen, wenn die Verleimung entlang der Maser erfolgt, da in diese Richtung das Holz nur um 0,3% arbeitet. Ist in diesem Fall die Spanplatte zu klein oder die Abmaße einfach zu lang? Oder sollte ich gleich alles lieber massiv bauen und nur die Wangen mit einer Gratnut befestigen? Die könnten dann an der Front verleimt sein und in Richtung Wand arbeiten, wenn ich genug Platz lasse.

Was meint ihr? Danke schonmal im Voraus!

Schicken Gruß,
Amadeus

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