Handbehauene Raspeln von Liogier

Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Grosse Fälze fräsen

Mit dem zuvor beschriebenen Scheibennutfräser lassen sich sehr schnell auch grosse Fälze fräsen.

Aktuell musste ich 28 solche "Fälze" - im Prinzip eine halbe Feder - mit dem Massen 50 x 50 mm herstellen. Da kam der neue Scheibennutfräser zu Einsatz.


Scheibennutfräser ohne ünberstehende Befestigungsmutter im Frästisch

Das Ergebnis:


einer der Fälze

Man stellt die Schnitttiefe ein und schneidet nacheinander alle Fälze mit zwei Schnitten, da die Breite grösser als der Scheibendurchmesser ist. Geht schnell, das übliche Sägen und ggf. Hobeln fällt weg. Das Ergebnis ist recht sauber, wenn man vom Holz absieht! Die Rechtwinkligkeit wird durch das Führen des Werkstücks am Anschlag auf dem Frästisch sichergestellt -man kann aber auch wackeln und Mist bauen! Das ist durch Nachfräsen aber heilbar.

Braucht man mehr Tiefe als der Fräser hoch ist - hier 5mm - dann laufen die Werkstücke nach Verändern des Fräserüberstands über die Tischplatte nochmal durch. Dieser doppelte Aufwand ist zu verschmerzen, wenn man bedenkt dass der Fräser lediglich ca. 25% eines üblichen Falzfräskopfs kostet.

Das leidige Holz!
Vor ein paar Jahren fand sich bei uns auf dem Dachboden altes Holz. Was es war mussten mir andere sagen: Douglasie!

Davon kam bei dem aktuellen Projekt etwas zum Einsatz. Mit Verlaub, Douglasie ist ein richtig mieses Holz! Es splittert leicht, reisst entsprechend aus, verbrennt beim Fräsen ganz ähnlich wie Buche, die aber die anderen schlechten Eigenschaften nicht hat. Die Jahresringe sind sehr hart, stumpfen Schneiden schnell ab. Muss man stemmen reicht an den Eisen der übliche 25° Fasenwinkel nicht, man muss auf mindestens 30° hochgehen.

Zum Glück kommen die Leisten nur in einem Projekt innerhalb der Werkstatt zum Einsatz, wo man die Randausbrücke nicht sieht.

Gruss
Rolf

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