Schleifzylinder

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Juuma 102

Hallo Friedrich,

ich habe den etwas schwereren Juuma Einhandhobel mit einem Gewicht von 830 g und einem Bettungswinkel von 20° (FWB Bestell-Nr. 300030).
Er ist als fast doppelt so schwer wie No. 102 und 27 mm länger.

Er ist schon recht schwer für nur eine Hand. Eigentlich zu schwer, was durch die Angabe des Gewichtes mir aber vor dem Kauf nicht klar war.
Den No. 102 gab es damals noch nicht, sonst hätte ich ihn wohl genommen, da ich einen leicht händelbaren Taschenhobel zum Brechen von Kanten haben wollte.

Die Sohle umgebenden Kanten sind scharfkantig, wodurch man beim Bearbeiten von Holzkanten durchaus mal einen Span hoch nimmt.
Da der Span dann aufreißt ist, kann das sehr ärgerlich werden.
Man muss immer aufpassen, dass man mit der Hobelstirnseite über die Kante fährt, dann passiert das nicht.

Neben dem Brechen von Kanten benutze ich ihn aber auch gerne zum Bestoßen von kleinen Leisten und ähnlichem.
Dadurch spare ich mir dann das Herausholen meiner großen Stoßlade und -hobels.
Da ist dann die sehr robuste Bauweise und auch das hohe (Einhandhobel-) Gewicht von Vorteil.

Man kann ihn auch sehr gut für kleine schwierige Stellen mit wechselnden Faserverlauf verwenden.
Hilfreich ist da dann natürlich sein verstellbares Hobelmaul, das man sehr eng stellen kann.

Ich verwende ihn also recht vielseitig.
Ob das alles mit dem No. 102 auch geht weiß ich nicht.

Die Verarbeitung ist soweit ich das beurteilen kann sehr gut.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung, aber ich habe nicht den Hobel bekommen, den ich eigentlich haben wollte.

Inwiefern es sinnvoll ist, beide Hobel zu haben weiß ich nicht.
Ich bin eigentlich kein Freund davon, für jede mögliche Hobelsituation immer den perfekten Hobel haben zu müssen.
Wer aber vor der Kaufentscheidung für einen Einhandhobel steht, dem hilft vielleicht mein Beitrag.

Viele Grüße

Markus

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