Terrassendielenbohrer

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Unterschiede "Standard-" gegen Premium-Hobel *MIT BILD*

Hallo Thomas,

ich besitze ein paar Hobel von Lie Nielsen, den Nuthobel von Veritas und einige Holzhobel, d. h. mit alten Stanley oder Veritas kann ich nicht vergleichen. Die LN-Hobel sind aber schon wirklich sehr gut verarbeitet und funtkionieren aus dem Karton heraus sehr gut. Die Eisen habe ich aber trotzdem stets zuerst mit einer kleinen Mikrofase versehen, dann waren sie perfekt.
Allerdings bin ich der Meinung, dass die Hobelergebnisse der hölzernen Hobel nur in wenigen Fällen schlechter sind als mit dem LN-Hobeln. Man muss dazu nur etwas mehr Aufwand in Kauf nehmen und auch das Justieren mit dem Hammer liegt nicht jedem. Erst gestern habe ich das Eisen meiner Ulmia-Rauhbank mit Pockholzsohle frisch geschärft und war wieder mal sehr beeindruckt, wie toll die arbeitet. Ich glaube, dass ich mich vielleicht von meiner LN-Rauhbank trennen werde, denn sie bietet mir kaum noch Vorteile, d. h. sie bleibt einfach immer öfter liegen. Andererseits begeistern mich der LN-Simshobel und der kleine LN-Taschenhobel immer wieder - bei ganz feinen Arbeiten sind die beiden topp!
Zu Deinem Problem konkret: Das hört sich für mich danach an, dass die Hobelsohle im Bereich vor dem Hobelmaul nicht richtig aufliegt. Dadurch greift das Eisen erst dann, wenn es relativ weit heraussteht. Beim Hobeln werden dann die Späne regelrecht aus dem Holz herausgezogen, weil die Sohle diese direkt vor dem Maul nicht nach unten drücken kann. Ob das wirklich Dein Problem ist, kann man mit einem geraden Lineal oder besser einem Haarlineal sehr gut überprüfen. In diesem Fall müsste die Sohle abgerichtet werden, was bei einem Metall-Hobel durchaus sehr arbeitsintensiv werden kann.
Hier habe ich mal ein Foto von einem Einhand-Hobel, der genau dieses Problem zeigte:

LG
Martin

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