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Re: Ölfinish Gitarrenbordy - Naturbelassen

Hallo Christian,

ich würde auch Schellack in Erwägung ziehen, Öl wird nie eine wirklich glänzende Oberfläche erreichen wie es für Gitarren doch eher typisch ist. Schellack ist auch naturnah und lebensmittelecht. Den Farbton kannst du umfangreich über die Sorte einstellen Blonde, Lemon, Ruby, Garnet, ... und die Intensität mit der Schichtanzahl. Lässt sich auch kombinieren, z.B. erst Öl, dann Schellack.

Wenn du beim Öl bleiben willst, es gibt gereinigtes Walnussöl, das speziell für Oberflächenbehandlung gedacht ist. (Wenn du keinen Lieferanten findest, meld dich, dann schau ich nochmal wo ich das her hatte).

Dann ist Tungöl/Holzöl eine gute Option, etwas teurer, aber auch widerstandsfähiger.

Leinöl bietet sich sicherlich auch an, ist aber deutlich gelblich, gibt es auch gereinigt, dann hat es eher "nur" einen wärmenden Effekt auf den Ton. Du kannst eine Schicht Leinöl auftragen um die Maserung anzufeuern, dann mit Walnuss oder Tungöl weitermachen.

Zum Beizen, Walnussschalen (Van Dyck Kristalle) ergeben schnell einen recht dunkelbraunen Ton, wenn dir das zusagt.

Wenn du es übertreiben möchtest, kannst du aus Öl und Harz Lacke kochen wie sie es für Streichinstrumente machen, aber das ist sehr sehr aufwändig, nicht ungefährlich (Feuer) und ich weiß nicht ob man ganz ohne Lösungsmittel (ggf. Zitrusterpene) auskommt.

Viele Grüße,
David

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