Aufbewahrungsbox für Veritas-Hobeleisen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Floats selber machen (nicht aus Feilen)

Hallo Pedder,

Feilen, Raspeln oder gefräste Feilen die auf Zug arbeiten habe ich noch nie in der Hand gehabt, aber es gibt sie.
Mir fällt auch nichts ein, wo ich mir davon eine Verbesserung versprechen würde, aber ich kenne ja auch nicht alles.
Was gibt es denn für einen Arbeitsgang wo man auf Zug besser dran ist?

Hart und feilbar ist so eine Sache die sich ein bißchen widerspricht. Wie knusprig und weich.
Die Standzeit der Feile die man benutzt dürfte da deutlich drunter leiden und die die man dabei herstellt dürfte zu weich sein.
Ich würde nämlich vermuten daß die schärfer sein muß als ein Sägeblatt weil ja da der Druck auf eine wesentlich größere Fläche wirkt und die sonst ganz schnell nicht mehr greift.
Schleifen wäre vielleicht möglich, da macht die Härte nicht so viel aus, aber auch das würde ich mir ohne entsprechende Vorrichtung nicht zutrauen und dabei sollte man nass arbeiten damit die Feile nicht anläuft. Das dürfte vom Aufwand her nicht mehr vertretbar sein.

Und bei einer gefrästen Feile wird richtig Material entfernt. Viel mehr als bei einer Säge, es ist also auch viel mehr Feilarbeit.
Vielleicht wäre es leichter sich so ein Ersatzblatt für Karosseriefeilen zu besorgen und das dann entsprechend zu bearbeiten?
Ich vermute auch daß diese Blätter nicht ganz so hart sind, denn man kann die ja biegen. Feilen brechen relativ schnell.

Der Aufwand beim Härten hängt vom verwendeten Material ab.
In meiner Lehre haben wir normalen Kohlenstoffstahl einfach im Wasser abgeschreckt und dann anhand der Anlauffarben angelassen.
Einen lufthärtenden Meißel muß man nach dem Ausschmieden nur langsam abkühlen lassen.
Die Amerikaner, ich hab mir da ein paar Sendungen über Messerschmiede angeschaut, schrecken alles in Motoröl ab.
Aber zu Hause im Wohnzimmer würde ich das alles auch nicht machen.

Gruß Horst

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -