Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: ULMIA Hobelbank - Qualität

Hallo Thomas,

was ich von Ulmia (neben diversen Handwerkzeugen) kenne: in meiner Werkstatt steht eine Ulmia aus den 1980er Jahren, beim Nachbarn eine, die wohl 50 Jahre älter sein dürfte. In Benutzung habe ich also keine aus aktueller Produktion, war aber schon einige Male beim Werksverkauf in Andelfingen und habe mir dort die aktuellen Modelle natürlich schon einige Male genauer angesehen.
Im aktuellen Katalog sind durchgehende Lamellen als Platte zu sehen, die ausgestellten Bänke hatten meiste keilgezinkte - es kann aber gut sein, dass das Sondermodelle waren, die auch deshalb im Werksverkauf waren.
Allgemein scheinen die Materialstärken im Vergleich zu früher bei den Zangen kleiner zu werden, was sicher auch damit zu tun haben dürfte, dass heute selten noch richtig grob an solchen Bänken gearbeitet wird. Die Verarbeitung war aber immer tadellos, also wirklich sehr sauber, auch die Oberfläche war top. Anke schneidet das verwendete Buchenholz wohl immernoch selbst ein, dementsprechend groß ist der Holzplatz und dementsprechend gut dürfte auch die Kontrolle des Herstellers in Bezug auf die Materialqualität sein. Mit einer aktuellen Ulmia bekommt man meines Erachtens und meines Wissens also nichts schlechtes, sondern sicher eine hochwertige Werk- bzw. Hobelbank.
Inwiefern es einige Details gibt, bei denen im Vergleich zu früher rationalisiert bzw. gespart wurde und wird, kann ich nicht sagen, weil ich keine zwei Bänke der verschiedenen "Epochen" nebeneinander gestellt und verglichen habe.

Epple ist meines Erachtens eine andere Klasse, diese Bänke werden auftragsbezogen für jeden Kunden individuell gefertigt und sind noch eine gute Ecke schwerer als alle mir bekannten Serienhobelbänke.

Viel Erfolg bei der Entscheidung,
Max

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