Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Bernststein Spannfix 4.0

Hallo Leute,

obwohl ich immer Bernhards Methode der Werkzeugbeschaffung propagiere

Kauf das Beste, was Du Dir leisten kannst,

gehe ich dann doch hier und da andere Wege. So kommt es dann, dass ich eine ganze Reihe verschiedener Werkzeuge des gleichen Typs habe oder hatte.
Sägekluppen zum Beispiel. Da bin ich jetzt seit Jahren bei zwei Hölzernen gelandet und kann mir nicht vorstellen, dass sich da noch groß was ändert.
Es sei denn ich bekomme die 50 -100kg einer ACME über den Teich. ...

Kugelgelenkschraubstöcke sind ein anderes Feld. Mein erster war eine York (?)von Dieter . Den habe ich auch noch, obgleich ich ihn wirklich selten nutze.
Der hat das Problem, dass man in den Haltepositionen limitiert ist, wenn man ihn an einen waagerechte Tischplatte schraubt. Senkrechtes Spannen geht dann nicht.

Dann hatte ich einen kleinen Unispann.

Da ist die Verbindungg zwischen Kugel und Schraubstock schräg ausgeführt. Mit diesem einfachen Ingenieur-Kniff kann man
wirklich jede Position einnehmen. Der kleine ist ein tolles Werkzeug, aber mir zu klein für Sägegriffe.
Klaus hatte den großen Unispann. Mit 80mm breiten Wangen. Und einer nahezu unverrückbaren Kugel.
So einen wollte ich auch.

Dann habe ich sowas von einem wirklich großen deutschen Werkzeughändler aus dem Bereich Metall und Maschinenbau bekommen.
Einer, bei dem MANN HOFFen sollte, dass gutes Werkzeug kommt....

Ich dachte es sei ein Unispann, weil der Preis auch so hoch war, wie bei diesem.
Als der Hebel kaputt ging und ich bei der Günther Scheidt GmbH, Wupptertal,
nach einem Ersatz fragte, teilte man mir mit, dass es sich nicht um ein Original handlete,
sondern einen Nachbau.

Dieses Frühjahr, die Homepage der Günter Scheidt GmbH war nicht mehr erreichbar,
habe ich mir einen neuen alten richtigen Unispann ge- und den Nachbau zu einem angemessenen niedrigen Preis verkauft.

Jörg hat sich den Nachbau umgebaut. http://woodworking.de/cgi-bin/holzbearbeitungsmaschinen/webbbs_config.pl/md/read/id/118480/sbj/feinmechanikerschraubstock-kleiner-werkbericht/

Alles könnte also ruhig und friedlich sein. Und dannn klickt man auf die Seite von Feine Werkzeuge und sieht das hier:

Wow. Ok, das ist eine Computerbild, aber ich finde das sehr sexy.

Seit vier Wochen ist der Schraubstock zum Testen in meiner Werkstatt. Aber bisher war es zu heiß, zum Testen.
Der Nachteil einer Werkstatt mit Tageslicht. Aber nun, ein kleiner Bericht. Es ist kein Test und unvoreingenommen kann ich auch nicht sein,
weil ich den Preis bislang nicht gezahlt habe.

Die Oberfläche ist ein sehr feiner Hammerschlaglack. Also nicht ganz sooo glänzed wie im Cumputerbild. Aber viel Metall ist poliert oder glänzend beschichtet.

Was ist anders als am Unispann (der nach meiner Erinnerung bis vor kurzem auch bauglich als Bernstein verkauft wurde) ?
Von Untern nach Oben:

Die Zwinge zum Klemmen am Tisch kann auch an eine Tischecke geschraubt werden.

Der Hebel ist verbessert (Aluminiumguss gegen Plastik) und der Verstellmechanismus insgesamt verdeckt. (Lieber verdeckt als verdreckt?!)
Unispann: Bernstein:

Mit dem beim Spannfix verdeckten Mechanismus kann man die Vorspannung auf die Kugel ein- bzw. nachstellen.
Klaus hat das bei seinem Unispann auf volle Kraft vorgespannt, sodass er erheblich Kraft zum Verstellen aufwenden muss.
Dafür wackelt dann aber nix. Ich habe das bei meinem Unispann ähnlich gemacht. Beim Testobjekt möchte ich noch nichts verstellen.
Die Kugel fällt in der Werkseintellung locker, wenn man den Hebel löst und lässt sich mit viel Kraft auch im gespannten Zustand noch verschieben.
Ich kann da keinen Unterschied zum Unispann bemerken.

Die Kugel des Spannfix ist vollständig poliert. Ob das die Reibung verbesser? Das müsste mir jetzt ein Physiker oder so erklären.
Es schadet jedenfalls nicht. Die Kugel am Bernstein ist etwa 10mm kleiner im Durchmesser als bei Unispann.

Im Gegensatz zu Unispann hat der Bernstein hier kein weiteres Gelenk zum Rotieren des Schraubstocks.

Ich habe das weder beim Unispann noch bei den Vorgängern benutzt und würde es wohl nicht vermissen.
Damit will ich aber nicht ausschließen, dass man dieses Gelenk gar nicht braucht.

Der Schlitten des Schraubstocks weist ähnlich wenig spiel aus, wie beim Unispann.
Ich nehme an, dass man Alluminium nicht ganz so eng einstellen kann, wie Stahl, weil es dann frisst?!
Mein Schraubstöcke aus Stahl weisen jedenfalls weniger Spiel auf.

Das Lineal hat der Unispann nicht. Spielerei/Feature für 0,35 €.

Die Spannbacken sind ein wesentlicher Unterschied. Beim Unispann sind sie relativ einfach gehgalten, geriffeltes Allu-Blech. Von innen geschraubt.
Ich habe immer Schonbacken drauf. Klaus hat sie durch eingeklebtes Leder ersetzt.

Beim neuen großen Bernstein sind sie glatt und haben rechts und links je ein Prisma für Stangen.

Und sie sind ander Oberseite zwei Millimeter abgesetzt. Kann man dünnes Material einspannen. Sie werden von außen geschraubt.

Das wäre ein noch größerer Vorteil, wenn es dafür kein Loch auf der Innenseite gäbe. Es ist aber da und kann Abdrücke hinterlassen.

Dazu gibt es eine ganze Seirie von Schonbacken für jeden Geschmack. Bei mir bekäme ein Satz Lederbezug.

Das finde ich nach wie vor unschlagbar, wenn man Holz und Messing schonend einspannen will.

Völlig neu sind die "Rundbankhaken". Damit kann man noch viel mehr Formen sparen. Und wenn man sie nicht braucht, sind sie sicher aufgehobel in Gummilöchern.

Und dann ist da noch der Rundbankhaken mit eingebauter Libelle. Ich habe auch schon einen Spitznamen für ihn. Verrat ich aber nicht.

Über alles ist das ein schickes überarbeitetes hochfunktionales Werkzeug, das nur wenig teurer geworden ist als der Vorgänger.

Wirklich intensiv habe ich ihn nocht nicht genutzt, dann melde ich mich wieder dazu.
Für den Off-Label-Use als Holzwerker vielleicht etwas übertrieben. Aber nur etwas. und soo schön!

Wer den kauft, erfüllt mal in jedem Fall Benrhards Anweisung. :o)

Liebe Grüße
Pedder

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Was mir gerade jetzt auffiel: Die Gummischonflächen hinterlassen Abdrücke auf Holz.


Das werde ich gleich mal rausschleifen. Keine Ahnung, ob das das Trennmittel ist, oder nur das Holz meachanisch etwas Plattgedrückt wurde. Leder ist besser

Edit: ging leicht wegzuschleifen, ich schätze, es waren eher pklatgedrückte Fasern.

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