Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Der "ziehende Schnitt" - eine geometrische Ana *MIT BILD*

Hallo zusammen,

Vorweg: ENTSCHULDIGUNG !

Wofür? Heute habe ich mich mal daran gemacht, ich wollte meine im dritten und weiteren Beiträgen gemachte Behauptung (sinngemäß: Winkel zur Werkstückoberfläche werden durch Schrägstellung des Werkzeugs größer - und nicht wie zumeist gelesen kleiner) überprüfen - und natürlich hier untermauern. Ursache war wohl der aus meinem "früheren Leben" intuitiv bekannte Effekt, dass sich Winkel vom Objekt im Foto anders darstellen, wenn das Objekt schräg fotografiert wird. Ich habe jetzt mal real zwei mal zwei Vergleichsfotos gemacht, die ich bei dieser Behauptung geistig vor Augen hatte. Einmal sieht man bei einem schräg gestellten Hobel das Eisen unter einem größeren Winkel, sichtbar an der roten Linie, die die Neigung der Seitenansicht wiedergibt. Und ich dachte, dass auch der Hobel mit diesem höheren Winkel "auf den Span zukommt".

Beim Fotografieren habe ich aber bemerkt, dass der Span beim schräg gestellten Eisen ja nicht gerade am Eisen hochgeht, sondern sozusagen schräg über das Eisen läuft. Dadurch nun wird der wirksame Winkel beim Hobeln aber tatsächlich flacher, deutlich ja auch zu sehen im verlinkten Video im Eröffnungsbeitrag hier, wo der Winkel vom gerade stehen Hobeleisen abgenommen wird und dann mit dem schrägstehenden Hobeleisen verglichen wird. Diesen Widerspruch zu meiner Behauptung hatte ich bisher nicht verstanden.

Die anderen beiden Vergleichsfotos zeigen, wie sich Winkel durch Schrägstellung verändern, hier wird der eine rechte Winkel größer, der andere kleiner. Damit glaubte ich zu sehen, dass zumindest der Keilwinkel - ein nach unten zeigender Winkel - nach meiner "Theorie" durch Schrägsstellung kleiner wird.

Alles Kokolorus. Aber ich wollte meine Theorie mal selbst untersuchen und somit begründen, warum ich mich oben so geäußert habe. Damit bin ich nun gescheitert. Aber ich wollte Euch daran teilhaben lassen, wie ich durch einen falschen Ansatz auch bei einem Experiment ein falsches Ergebnis bekomme habe. Und das quasi (auch) als Begründung für das Entscheidene benutzen:

MICH FÜR DIE MÖGLICHERWEISE ENTSTANDENE VERWIRRUNG ZU ENTSCHULDIGEN !

Rainer

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