Juuma Einhand-Simshobel

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Westliche Handsägen - Der Zwischenstand

Hallo zusammen,
ich denke auch, dass der Fuchsschwanz in den Staaten einen höheren Stellenwert hat als bei uns. Hier wird er als Amateur- bzw.
Haushaltssäge angesehen, weil der Schreiner ihn kaum benutzt, außer um Platten zu sägen. Während die Amis ihn als Allround-
säge aus der Pionierzeit kennen und ihn verbessert haben, wird er bei uns stiefmütterlich behandelt und als Wegwerfwerkzeug
produziert (siehe Vernietung). Dabei ist er ein schönes Werkzeug, dass man aufarbeiten und restaurieren könnte, ...allein Griffe
anzufertigen würde mir Spaß bereiten, wenn nicht das Dilemma mit der Trennung wäre (was bei Rückensägen leider auch der
Fall ist). Gestellsägen dagegen sind kaum in Werkzeugtruhen bei den Amis zu finden, weil sie eher das Spezialwerkzeug der gelernten
Tischler sind, die wahrscheinlich durch eingewanderte Facharbeiter eingeführt wurden. Der einzige mit traditionell europäischem Werkzeug
arbeitende woodworker, den ich kenne , ist Frank Klausz, der aus Ungarn stammt. Er benutzt diverse Gestell- und Rücken- bzw
Winkelsägen zum Zinken mit atemberaubender Schnelligkeit und Sicherheit. Seine Werkzeugkästen und Hobelbänke sind ebenfalls
traditionell europäisch kontinental. Der "hype" um die angelsächsischen Fuchsschwänze/ Rückensägen ist mir doch etwas zu viel, wenn
ich bedenke, dass ein neues Teil bis zu 200 eus kosten kann, oder gebrauchte Disstons 120/150 eus einbringen können,..
Ich hab meine aus deutscher Produktion stammenden Fuchsschwänze verkauft, weil ich die Buchengriffe nicht entfernen konnte,
sollte ich mal wieder ne Säge finden, die ich komplett aufarbeiten kann werd ich sie ganz bestimmt behalten,...denn alle Sägen sind
"nur" aus Bandstahl,...
Grüße und frohes Sägen
Andreas

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