Juuma Türenspanner - auch für Leimholzherstellung

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: !!!Bitte ausprobieren!!!

Moin Friedrich,

da sich windschiefe Steine durch Schleifen in der Normalstellung nicht beeindrucken lassen, wie wir beide festgestellt haben, und man sie daher so nicht plan bekommen kann, wird es wohl gleichzeitig ganz sicher auch so sein, daß man plane Steine nur durch Schleifen in der Normalstellung wie gewohnt plan halten kann. Das Abrichten mit Schleifsteinen wird die Klinker sicher nicht windschief machen, sondern Löcher in deren Mitte erzeugen.

Die Ursache für windschiefe Steine wird gute Gründe haben, das Schleifen in der Normalstellung wird es wohl an sich eher nicht sein. Ich vermute inzwischen folgenden Mechanismus:

Gekaufte Steine sind ganz sicher im Allgemeinen irgendwie windschief, entweder links, oder rechts, mit viel Glück auch fast plan. Wenn man nun drei Steine kauft, hat man in der Summe irgendeinen Mittelwert für die gemeinsame Windschiefe.
Und beim Schleifen in der Normalstellung, wie wir es bislang ja immer gemacht haben, wird dieser Mittelwert wahrscheinlich einfach nur auf alle drei Steine gleichmässig übertragen, gleichzeitig wird die Oberfläche geglättet, die Sattelform optimiert. Wie wir ja festgestellt haben, kann das Schleifen in der Normalstellung die Windschiefe nicht wirklich beheben, d.h. ich glaube auch nicht, dass es sie verursachen kann. Die Windschiefe muss irgendwie von vornherein vorhanden gewesen sein, Unebenheiten und Löcher wurden eingeebnet, die mittlere Windschiefe ist geblieben.
Der Mechanismus würde problemlos erklären, warum es unterschiedlich windschiefe Klinker nach dem Schleifen gibt, und dass man auf Dauer keine Verbesserung feststellen kann.

Bei deiner neuen Schleifmethode schlägst du vor, die drei Stellungen 1., 2. und 3. mit der gleichen Häufigkeit zu verwenden. Wie du selber festgestellt hast, konnte sich die Windschiefe mit sehr wenigen Zyklen in der Kippelstellung beheben lassen, insbesondere sehr wenig im Vergleich zu den vielen Zyklen, die man benötigt, um gekaufte Steine überhaupt erstmal soweit abzuschleifen, daß man etwas damit anfangen kann. Wenn man zudem bedenkt, daß das Schleifen in der Normalstellung viel effektiver ist, insbesondere weil es 0%-Überstand gibt, dann wird der schnellste Weg zu brauchbar planen Steinen ganz sicher darin bestehen, wie gewohnt erstmal nur in der Normalstellung zu schleifen, bis die Oberfläche auf dem schnellsten Weg schön glatt geworden ist. Wer will, nimmt ein Lineal, um die Längs- und Querrichtung zu kontrollieren. Und ganz zum Schluss, schaut man sich die Diagonalen an, und korrigiert mit einigen wenigen Zyklen gezielt nur in der Kippelstellung, die genau den vorhandenen Fehler behebt. Und wenn man beim Kauf der Steine Glück hatte, dann kann man diese Korrektur eventuell sogar komplett unterlassen.

Wenn man von Anfang an 2/3 der Zeit mit Diagonalstellungen verbringt, bei denen ca. 38% der Steine in der Luft hängen, wird das ganze deutlich länger dauern.

Wenn man schon von Anfang an korrigieren will, dann müsste man bei jedem Paar, das sich beim durchrotieren bildet, immer sofort auf Kippelstellung untersuchen, und diese dann zusätzlich zum Schleifen in der Normalstellung mit bearbeiten. Das könnte eventuell am schnellsten plane Steine produzieren. Vom Arbeitsablauf ist es aber wohl eher angenehmer, die Korrektur erst am Ende vorzunehmen.

Gruß

Carsten

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -