Schleifzylinder

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Zuerst Leimen oder Oberfläche

Hallo,

vielen Dank für die Antworten, die ja eigentlich ziemlich eindeutig waren. In die Richtung ging auch mein Gefühl.

@Reinhold: Danke, so werde ich es machen. Ist das farbige Klebeband besser und günstiger als Kreppband? Ich könnte mir vorstellen, dass bei einem leicht angefeuchteten Ballen letzteres ausreicht, wenn man es nur im Ausnahmefall streift - aber das frage ich hauptsächlich, weil ich das eine im Haus habe, das andere nicht. Wie hat man bei der traditionellen Methode den Kleister wieder abgelöst?

@David: Vielleicht habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Ich werde natürlich keine Hochglänzende Schellackpolitur mit Grundieren, Deck- und Auspolieren machen - erstens wäre das vermutlich für ein Kinderbett nicht beanspruchungsgerecht, zweitens gibt das meine Oberflächengüte auch nicht her, drittens habe ich nie so etwas gemacht. Ich möchte daher einfach etwas Schellack auftragen, für leichten Schutz und Seidenglanz (ich dachte man nennt das Mattierung). Dafür wollte ich den Ballen verwenden, das habe ich auch schon mal gemacht. Ich trage auch Öl meistens lieber mit einem Küchenschwamm als mit einem Pinsel auf - ich finde das geht sehr gut. Insgesamt möchte ich einfach weiter Erfahrung mit Schellack und dem Ballen sammeln, und habe am Stockbett genügend Übungsfläche - mit kleinen Imperfektionen kann ich leben und größere muss man halt wenn man besser geworden ist, nochmal angehen.

@Justus: Sind meine Verleimungen problematisch bzw. was heißt das? ... aber auch eine Idee, die Oberfläche sozusagen fast fertig zu machen.

@Andreas: Ja Deine Ausführungen sind sehr nachvollziehbar und decken sich ungefähr mit meinen Erfahrungen. Bezüglich der Passung der Zapfenlöcher für die Stegzapfen: Ja, die wollte ich sehr straff machen, weil ich dachte, dass da zu große Fugenmaße ziemlich hässlich werden. Jetzt arbeite ich aber ziemlich langsam, und die Längsteile, die ich im Sommer abgerichtet habe, scheinen jetzt nicht mehr so zu passen. Jedenfalls hat sich mindestens eins etwas geworfen, sodass es letzte Woche beim Probeaufbau nicht ganz durchgehen wollte. Viel ist es nicht, vielleicht würde schon etwas Seife oder Wachs im Zapfenloch ausreichen, aber wahrscheinlich arbeite ich jetzt vorher nochmal nach, denn es kostet Überwindung ständig auf die aufwendig bearbeiteten Teile mit dem (Schon-)Hammer zu hauen.
Das mit den Leisten, auf denen später die Lattenroste aufliegen, habe ich mir auch gedacht (dass eine Verschraubung reicht). Allerdings widerspricht dies meinem (vielleicht unsinnigen?) Vorhaben, auf Schrauben möglichst zu verzichten. Ich sehe das aber nicht dogmatisch und ggf. kommt die geschraubte Lösung zur Anwendung.

In einigen Wochen, nach Fertigstellung werde ich das Projekt auch hier vorstellen. Bis dahin

Gut Holz Johannes

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