Juuma Ganzstahlzwingen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Kröpfung Spanbrecher

Hallo Torger,

ein trauriges Bild, ja. Natürlich ist es für die Funktion des Spanbrechers völlig unerheblich, wie stark er gekröpft ist. Aber auch mich würde stören, dass beim Festziehen der Schraube das Eisen selbst derartig stark durchgebogen wird. Das Paket wird dann auf das plane Bett gelegt und der Keil drückt dann auf diese Kröpfung (jedenfalls bei meinen Ulmias ist das so, nur bei denen ist diese Kröpfung viel flacher). Irgendwie liegt dann das durchgebogene Eisen vorn und hinten auf dem Bett, keiner weiß Genaueres. Und am Ende kann man damit hobeln. Trotzdem ist es wohl wieder ein Indiz dafür, dass bei den Herstellern von Hobeln schon lange niemand mehr mit einem solchen Werkzeug gearbeitet hat. Sonst würde man solche Skurrilitäten wie ein deratrig stark durchgebogendes Eisen (das dann nur zufällig irgendwie doch funktioniert) konstruktiv vermeiden, beispielsweise indem man den Spanbrechern eine andere Form (mit einem S- Schlag) gibt. Nur, das kostet dann in der Herstellung geschätzt 5 Cent mehr.

Du kannst (und ich täte das auch) selbstverständlich die Kröpfung des Spanbrechers durch Abfeilen oder -schleifen verrringern (oder alternativ die Durchbiegung des Eisens, indem Du dem Spanbrecher einen genz leichten S- Schlag anbiegst). Es genügt, wenn der Spanbrecher beim Festziehen der Schraube mit seiner Vorderkante leicht auf die Spiegelseite drückt, den Rest macht dann der Keil. Achte in jedem Fall darauf, dass die Kante gerade ist, also wirklich dicht abschliesst, und dass ein Freiwinkel vorhanden ist (Kontakt wirklich nur an der Vordekante, wie in meiner Schärfanleitung S. 30).

Grüße, Friedrich

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