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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Kaufberatung - Westliche Handsägen

Du hast ja schon die Erläuterungen unser sehr erfahrenen Holzwerker und Sägenbauer bekommen. Hier nochmal eine Betrachtung aus der "Junior" Perspektive. Ich wechsle stetig zwischen Europäischen Sägen und Japanischen Sägen und habe da noch keinen Favoriten.

Bei der online handtoolschool fängt man mit zwei Sägen an. Ein Fuchsschwanz für Querschnitt und einer feineren Rückensäge (14 TPI). Damit kann man nahezu alles bauen. Eine Querschnittsänge kann auch Längsschnitte, aber eben nicht sehr schnell. Das einzige was sie längs nicht wirklich gut kann, ist das Auftrennen von Brettern. Damit bin ich nämlich auf die Nase gefallen.

https://www.feinewerkzeuge.de/fuchs.html

https://www.feinewerkzeuge.de/dovetailsaw.html

Wenn man viel Holz von Hand zusägt machen spezialisierte Fuchsschwänze Sinn. Sprich Längsschnitt mit der entsprechenden Säge. Die Aussage von Friedrich, dass die langen 26 inch / 65 cm Blätter im englischen hand saws genannt schon etwas unhandlich sind, finde ich auch richtig. Alles was kleiner ist, ist im englischen streng genommen eine panel saw. Die englische Seite einer großen Versteigerungsplattform bietet eine reiche Auswahl. Wobei man die auch ab 35,- EUR neu bei feinewerkzeuge bekommst. Eine gute gebrauchte Diston gibt es in Europa auch selten unter 30,- EUR. Spear & Jackson oder andere Hersteller aus Sheffield sind da eine Alternative. Hier eine Seite, die viele alte Hersteller nennt und grob einsortiert. https://woodandshop.com/woodworking-hand-tool-buying-guide-handsaws/#bestsawbrands

Mit den deutschen Rahmensägen tue ich mich etwas schwer. Allerdings kriegt man die gebraucht für 5 Euro das Stück in Deutschland.

Seitdem ich angefangen habe Europäische Sägen zu verwenden, habe ich einen großen Fuchsschwanz für Querschnitt von Pax / Thomas Flin und eine Carcasse saw / Rückensäge 35 cm von Bad Axe die eine Hybridbezahnung (Mischung zwischen Längs- und Querschnitt) hat. Das Sägeblatt kann aber nicht tief sägen. Es eignet sich also nicht für große Zapfen.

Ich vermisse eine Säge mit etwas mehr Platz unter dem Rücken (engl. Tenant saw) und einen großen Fuchschwanz für Längsschnitte. Letzteren habe ich gerade ersteigert und den ersten werde ich im Herbst in einem Kurs bauen.

Manchmal verwende ich feine Dozuki (jap. Rückensäge), aber eigentlich funktioniert die Carcasse Saw für nahe alles.

Ich finde, dass vier Sägen ein guter Start sind.
- Fuchsschwanz 24 - 26 inch Längsschnitt
- Fuchsschwanz 24 - 26 inch Querschnitt
- Feinere Rückensäge / carcase saw (nicht sehr fein)
- Große Rückensäge / tenant saw

Den folgenden Artikel finde ich auch hilfreich. http://www.badaxetoolworks.com/pdf/FC262_Need_Want.pdf

Erwähnenswert sind noch die Europäischen und Deutschen Sägenbauer, die handwerklich besonders schöne Sägen bauen. Pedder gehört ja auch dazu.

Viele Grüße

Sebastian

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