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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Schale und Beitel dafür

Hallo Beate,

ich hab mich erst mal schlau gemacht, was ein "Geigenbaulöffel" ist. Also: Ein kurzes Hohleisen mit langem Stiel. Die Fase ist innen. Das Eisen selbst ist gebogen (daher "Löffel" und gleitet beim Ausarbeiten konkaver (hohler) Flächen auf der torusförmigen Außenseite. Alles richtig? Dann kann ich mir die Eignung für die präzise Bearbeitung von Hohlflächen gut vorstellen, weil die Führung durch die Außenseite gut ist.

Ein Kirschen 1481 (auch nur vom Bild bekannt) ist auch ein Hohleisen mit Fase innen. Aber das Eisen selbst ist gerade. Damit kann man selbstverständlich überhauprt keine konkaven Flächen bearbeiten, wie sollte das gehen.

Übliche Hohleisen haben die Fase außen. Beim Schneiden gleiten sie auf der Fase. Die ist kurz, es gibt darum keine präzise Führung. Das hat aber den Vorteil, dass konkave Flächen mit sehr unterschiedlichen Radien bearbeitet werden können.

Mein "Flach-Hohleisen" (nenn ich jetzt mal so) schneidet ähnlich wie ein Übliches, also auf der Fase gleitend. Also nicht wie ein Geigenbaulöffel! Es kann Ähnliches wie ein flaches Standard- Hohleisen (etwa Stich 3 oder 4). Sein Vorteil: Es ist einfacher zu schärfen.

Wenn Du das mal ausprobieren willst, fang nicht an irgendwas umzuschleifen. Ich kann Dir gern das gezeigte Eisen schicken (Schale ist bald fertig). Ich habe es inzwischenauf 25°/30° umgeschliffen, es schneidet sehr, sehr gut. Bitte ggf. PM, ich würd mich freuen.

Grüße, Friedrich

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