Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: "Franzose"
Antwort auf: Re: "Franzose" ()

Hallo Michl,

ein Schraubenschlüssel sollte in der Lage sein, eine Schraube bis an die Streckgrenze (also bis sie anfängt sich plastisch zu verformen, man fühlt das) anzuziehen. Schon ein normaler nicht verstellbarer Gabelschlüssel kann da an seine Grenzen kommen, wenn der Seckskant der Schraube etwas beschädigt ist. Optimal ist ein Ringschlüssel, noch besser eine "Nuss" oder ein Steckschlüssel mit Sechskant innen. Ein verstellbarer Schlüssel, egal ob Engländer oder Franzose, hat da keine Chance. Bei sehr großen Schrauben, z. B. Rohrverschraubungen, die man gar nicht bis zur Streckgrenze anziehen will, finde ich eine zweckmäßige Zange (eher eine Rohrzange als eine Wasserpumpenzange) besser als einen verstellbaren Schraubenschlüssel, weil sie sich spielfrei anpresst und auch leichter / handlicher ist und einen längeren Hebelarm bietet.

Ich habe zwei verstellbare Schraubenschlüssel einer altertümlichen Bauart und brauche sie in seltenen Fällen tatsächlich wenn es mit einem "normalen" Schraubenschlüssel nicht geht. Ich würde aber niemals auf die Idee kommen, damit eine Maschinenschraube, an die ich einen Ringschlüssel oder einen Steckschlüssel ansetzen kann, zu bewegen.

Grüße, Friedrich

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