Juuma Einhand-Simshobel

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Gegenfase am Stecheisen

Hallo Pedder,

Bei Hobeleisen geht es mit der Fase auf der Spiegelseite ja auch nicht immer weiter.

Das muss man sich genauer ansehen. An Hobeleisen kann man eine sehr schmale Gegenfase machen in einem Winkel von etwa drei bis 5 Grad zur Spiegelseite (so mache ich es). Diese Gegenfase bleibt immer schmal, nur wenige Zehntel mm. Man kann aber auch, wie es Charlesworth mit seinem "Ruler trick" an Hobeleisen praktiziert, eine viel flachere Gegenfase (etwa 0,5°) machen. Die muss natürlich, damit sie tief genug geht um alle Schäden an der Schneiode u beseitigen, breiter sein, d.h. sie wird dann bei nächsten Schärfen auch nicht verschwinden sondern noch etwas breiter werden - das ist dann die Entwicklung in Richtung Buckel oder auch abgesunkene Kante. Am Hobeleisen stört das nicht, wenn der Spanbrecher (sofern vorhanden) einen ausreichenden Hinterschliff hat. Beim Stecheisen dagegen wird durch eine kräftige Gegenfase oder einen solchen Buckel die Fähigkeit der planen Spiegelseite, das Eisen zu führen beeinträchtigt. Für präzises Arbeiten ist das sicher nicht gut und man sollte es, meine ich, grundsätzlich vermeiden.

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Sonst würde irgendwann das Eisen nicht mehr ins Bett passen.

Aufs Bett, nicht ins. Aber ich verstehe auch dann nicht, was Du damit sagen willst.

Grüße, Friedrich

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