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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: PM-V11 zügig Schärfen (Ein Erfahrungsbericht)

Hallo zusammen,

Ich habe manchmal den Eindruck daß manche Leute viel zu viel wegschleifen. Wenn bei mir ein Hobeleisen stumpf ist, dann ziehe ich nur die Mikrofase ab. Das heißt ich spanne das Eisen in meine Schleifvorrichtung (Veritas) und fange meist mit der feinen Diamantplatte an.
Da selbst die Vorrichtung von Veritas nicht so genau ist, daß man da nicht ganz kleine Abweichungen zur vormaligen Einstellung hätte, überschleife ich die vorherige Mikrofase bis ich eine neue einheitliche Fase habe und wechsle dann gleich auf die Wassersteine (1000, 3000 und 8000) und überschleife die neue Fase bis die Oberfläche einheitlich aussieht..
Damit hatte ich noch nie Probleme. Ich bilde mir zumindest ein, daß ich das sehen kann wenn genug abgeschliffen ist bis vorne an die Schneide. Man könnte sich jetzt darüber streiten ob das noch eine Mikrofase im eigentlichen Sinne ist, denn genau genommen schleife ich eine sehr grobe Grundfase (z.B. 35°) an, an die ich dann eine kleinere und feiner geschliffene Schneidfase (z.B. 40° bei einem konventionellen Stanley) anlege. Wenn die Schneidfase dann größer wird, wird der Schleifaufwand auch größer und irgendwann vergrößere ich dann wieder die Grundfase.

Ich lese auch immer wieder daß manche schleifen bis ein deutlicher Grat sichtbar ist oder die Grundfase ganz neu anschleifen und dann wieder neu eine Mikrofase anschleifen.
Das kann man natürlich machen, aber eigentlich hat man nach meinem Verständnis genug abgeschliffen wenn sich ein Grat anfängt zu bilden. Meine Meinung ist, wenn der Grat einen halben Millimeter lang ist, dann hat man schon einen halben Millimeter zu viel abgeschliffen.
Natürlich hatte ich das auch schon. Ein Eisen, das schief angeschliffen war, bildet zumindest einseitig einen Grat bis man es endlich wieder im Winkel hat. Und bei beschädigten Eisen mit einem Ausbruch oder einer Scharte muß natürlich mehr abgeschliffen werden, dann bleibt auch mal ein Grat übrig, als Idealzustand sehe ich das aber nicht.

Der Vergleich zwischen PM-V11, dem D2-Stahl von Gerd, dem A2 und anderen Hobeleisen die ich bisher in den Händen hatte fällt schwer, da ich weder bei dem PM-V11 noch dem D2 viel schleifen musste. Mehr vom Gefühl her hatte ich den Eindruck daß der A2 schneller und leichter abträgt als die beiden anderen und man das schon merkt. Aber sowohl die Diamantplatten als auch meine Naniwa-Wassersteine greifen und tragen ab.So ein richtiges Problem hatte ich damit nicht.

Gruß Horst

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