Juuma Ganzstahlzwingen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Balkon-Klapp-Hobelbank Erfahrungen *MIT BILD*

Hallo Lars,

bitte entschuldige die etwas verspätete Antwort. Ich freue mich, dass meine Hobelbank immer noch mit Interesse verfolgt wird.

Insgesamt bin ich immer noch sehr zufrieden mit meiner Lösung. Ich kann allerdings nicht verschweigen, dass ich jedoch auch etwas neidisch bin auf Handwerker mit Kellerwerkstatt und Werkzeugwand hinter der Bank. Wenn man abends nur mal schnell was machen will und wenig Zeit hat, nimmt das hinräumen und wegräumen, abdecken etc. doch einen großen Teil der verfügbaren Zeit ein. Allerdings ist das Werken auf dem Balkon derzeit alternativlos und das Arbeiten an der frischen Luft ist auf jeden Fall sehr angenehm.

Funktional hat sie mir weiterhin gut getaugt - ein paar zusätzliche Funktionen wären manchmal hilfreich aber nicht absolut notwendig.

Von der Haltbarkeit her muss man, so denke ich, sowieso Abstriche machen, wenn man eine Bank im Außenbereich aufstellt, egal wie oder aus was sie gemacht ist. In der ersten Zeit war ich nicht so konsequent mit dem Abdecken - ich verwende eine einfache Abdeckplane und Abstandsleisten - und habe sie manchmal offen stehen gelassen. Das hat der Oberfläche zum Teil etwas zugesetzt:

Man sieht die schwarzen Streifen quer zur Außenkante, dort ist die Oberfläche etwas aufgeraut. Soweit ich dass einschätzen kann, ist es im Moment aber ausschließlich ein optisches Problem. Seit ich konsequent abdecke hat sich der Zustand nicht verschlimmert.

Obwohl Multiplex abgesperrt ist, arbeitet es natürlich trotzdem etwas. Ich merke das, wenn im Sommer die Smart Workstation Pro nur stramm raus- und reingeht. Und auch die Form arbeitet etwas mit:

Man sieht hier, dass die Platte minimal konkav ist, ich habe das nie im Ausgangszustand gemessen - mir ist es erst beim Hobeln aufgefallen. Der Hobel hat das Brett mittig durchgebogen und ich hatte in der Länge immer einen Buckel drin. Jetzt behelfe ich mir, indem ich einfach mittig etwas dünnes unterlege. Die Unebenheit ist nicht riesig und ich denke, dass eine Konstruktion mit Massivholz bei Temperaturen zwischen -15° bis 38°C wahrscheinlich auch so viel arbeiten würde, selbst wenn sie dagegen abgesichert ist.

Zusammenfassend bin ich also noch glücklich mit der Lösung, aber für ein endgültiges Fazit (vor allem betreffend der Haltbarkeit) werden wir wohl noch mindestens 5 Jahre warten müssen.

Ich grüße alle Holzwerkerinnen und Holzwerker und wünsche Euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Johannes

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