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Re: Schlichthobel - Rundung

Hallo Paul,

Der Zweck eines gerundeten Eisens besteht normalerweise darin, daß es gerade nicht bis in die Ecken schneidet, sondern hauptsächlich in der Mitte und die Spanabnahme zu den Rändern hin auf 0 ausläuft. Zumindest kenne ich das ausschließlich so.
Oder meintest du das so? Beim nochmaligen Durchlesen war ich mir nicht mehr so sicher.

Ich sehe das auch so daß das beim Schrupphobel den Grund hat, daß die Fasern auch seitlich geschnitten werden zumal man ja häufig diagonal zur Faserrichtung arbeitet (da kommt man relativ schnell von alleine drauf wenn man es mal probiert), denn wenn ein gerade geschliffenes Hobeleisen auf voller Breite über einen mm tief ins Holz eindringt, dann muß man die Fasern seitlich abreißen, was viel Kraft erfordert. Das kann man zum Beispiel gut an einem Nuthobel sehen. Wenn ich eine Nut quer zur Faser hoble (ich habe keinen Vorschneider am Nuthobel) und die Fasern nicht vorher mit dem Messer abschneide, dann reißen die Ränder sehr unschön aus. Erst wenn die Nut etwas tiefer ist und die Fasern dann an den oben liegenden Schichten abbrechen wird es besser. Oder stell dir vor du klopfst ein Stemmeisen einfach flach ins Holz um eine Nut zu erzeugen. Irgendwann geht es nicht mehr weiter. Du mußt entweder vorher die Nut einsägen oder mit dem Stemmeisen die Fasern an den Seiten abtrennen.

Beim Schlichthobel kann man das sicherlich auch machen, nur erschließt sich mir da der Sinn nicht so, denn beim Schlichthobel ist die Spandicke ja wesentlich geringer als beim Schrupphobel und dadurch sollte der beschriebene Effekt auch nicht mehr zur Geltung kommen.

Gruß Horst

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