Juuma Ganzstahlzwingen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Wie lange benötigt Ihr für das Hobeln einer Bo

Hallo Johannes,

das hört sich schon recht lange an, wie du das beschreibst.

Aber ich habe das gleiche Problem.
Aus diesem Grund hatte ich auch meinen Thread zum Schlichthobel geschrieben.

2 Dinge würde ich auf keinen Fall so machen, wie du es machst:
1. Was soll nach der 5. Spanschicht anders sein als nach der ersten?
Wenn ich die Fläche mit der Rauhbank einmal vollständig gehobelt habe, suche ich die Stellen, die noch weg müssen.
Dabei versuche ich von Anfang an, das Holz zu lesen, um Ausrisse zu vermeiden.

2. Den Putzhobel verwende ich nach Möglichkeit gar nicht, meine Rauhbank macht eine genauso glatte Oberfäche.
1-1,5 mm ist für einen Putzhobel in jedem Fall zu viel.
Meines Wissens nach nimmt man beim Putzen nur im 1/100 mm Bereich was weg

Eine schönes Video zum Schruppen und Zwerchen hat Tischlermeister Jakob Thomsen gemacht.
http://tischlermeisterjakob.de/roemische-hobelbank-2

Ich habe in letzter Zeit viele Bretter abgerichtet, die ich aus einer Bohle gesägt habe. Der größte Teil sind für Füllungen, einige aber auch für Schubläden und Böden.
Mein größtes Problem waren Ausrisse mit der hölzernen Rauhbank, die bei schwierigem Holz (Buche) Ihrem Namen alle Ehre macht.
Ohne meine Flachwinkelrauhbank mit 45 Grad Fase wüsste ich nicht, wie ich solches Holz glatt hobeln sollte.
Mit ihr richte ich ab und putze gleichzeitig.
Nur mit hölzernen Hobeln müsste ich schleifen.

Zum Thema Maschineneinsatz und Zeitaufwand:
Ich habe mir ganz ohne schlechtes Gewissen eine Kombiabrichte von 1979 für 85 € geholt.
Ein Freund (auch Holzwerker) sagte dazu, dass das OK ist, da ich ja noch jung sei (naja...) und was schaffen muss.
Er hat Recht.
Ich werde weiterhin stromlos abrichten, aber wenn ich Masse produzieren muss, dann ist mir meine Lebenszeit doch wichtiger.

Viele Grüße

Markus

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