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Re: Rostradierer.
Antwort auf: Rostradierer. ()

Hallo Horst,

ich habe die Rostradierer immer mal wieder im Einsatz.

Zum Beispiel:
1. Bei Hobeleisen, die ich länger nicht genutzt hatte, hatte ich schon mal kleine Roststellen auf der Spiegelseite (trotz vorherigen Putzens und Einölens).
2. Bei Schnitzmessern, Ziehmessern und Beilen habe ich es immer mal wieder, dass sich doch noch irgendwo Baumsaft oder ein Span haften geblieben sind und dann die Oxidation vorangetrieben haben.
3. Eines meiner Küchenmesser hat eine nicht rostfreie Klinge: die läuft mit der Zeit dann grau/schwarz an. Da die Klingenseiten nicht ganz plan sind, komme ich mit dem Abziehleder nicht auf die ganze Fläche. Wenn ich die gesamte Seite schön blank haben will, gehe ich über die verbliebenen dunklen stellen mit dem Rostradierer. Das gleiche bei alten Scheren.

Ich hatte schon stark verrostete Teile, die ich wieder aufgearbeitet habe (Hobeleisen, Sägenblätter, Scheren).
In der Regel gehe ich so vor:
1. Mit Tuch und Ballistol abreiben.
2. Wenn stark/tief verrostet: ein Bad in Zitronensäure.
3. Mit Tuch und Ballistol abreiben.
4. Blank polieren: große Teile mit Stahlwolle und Politur. Kleine Teile auch - oder eben mit Rostradierer.
5. Tiefere Rostfraßkrater erreiche ich mit dem Rostradierer besser als mit Stahlwolle. Außerdem macht es nicht so viel Dreck.
5.a. Wenn ich nah an einer Schneide arbeite (z. B. Messer), dann ziehe ich die Rostradierer auf jeden Fall vor, um kontrollierter Arbeiten zu können.

Ein Allheilmittel sind die kleinen Klötze nicht.
Aber für mich sind sie zu praktischen Helferlein geworden - gerade weil sie
- nicht so viel Dreck machen wie Stahlwolle+Politur
- nicht so stark angreifen wie Schleifpapier
- punktuell sehr gut einzusetzen sind.

Viele Grüße
René

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